Vox-Show

„Die Höhle der Löwen“: Frank Thelen spricht über Fehler

Berlin.  Frank Thelen war von Anfang an Juror in der „Höhle der Löwen“. Jetzt steigt er aus. Und schießt nochmal gegen Carsten Maschmeyer.

"Die Höhle der Löwen": Das sind die No-Gos für Juror Frank Thelen

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Frank Thelen war seit dem Start von „Die Höhle der Löwen“ Investor in der Vox-Show.

Frank Thelen war seit dem Start von „Die Höhle der Löwen“ Investor in der Vox-Show.

Foto: Bernd-Michael Maurer / TVNOW

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Aus und vorbei, nur noch ein Jahr, dann ist Schluss: „Die Höhle der Löwen“-Investor Frank Thelen steigt aus der Vox-Show um junge Gründer aus. Die nächste Staffel wird nach Angaben des Senders die letzte sein, in der der Unternehmer auftritt.

„Für jede Staffel bin ich im Endeffekt 30 bis 40 Tage eingespannt – das ist zu viel, wenn man eine erfolgreiche Technologie-Investmentgesellschaft aufbauen will“, sagte er dem „Handelsblatt“. In einem Beitrag auf der Plattform Linkedin legte Thelen nach und ließ sich auch zu einer Spitze gegen Carsten Maschmeyer hinreißen.

Doch zunächst nutzte er die Gelegenheit, um einen Rückblick zu wagen. Er sei angesprochen worden, schreibt er. Er habe Lust auf eine neue Herausforderung gehabt. Eine Alternative sei schon bereit gewesen, wäre er gescheitert, wie er schreibt: „Sollte ich zum Gespött der Nation werden, hatte ich auch bereits einen Plan: für ein paar Monate nach Mallorca ziehen, in Ruhe von dort aus arbeiten und dann leise wiederkommen.“ Lesen Sie hier: „Höhle der Löwen“ – Gründerinnen wagen sich an Tabu-Produkt.

Und dann berichtet er selbst von einem großen Fehler, der ihn fast den Job in der Vox-Sendung gekostet hätte: „Ausgerechnet an dem Tag, an dem Vox „Die Höhle der Löwen“ ankündigte, gaben wir das Scheitern meiner Dokumenten-App doo bekannt.“ Kein guter Stand für Thelen, der sich erstmal anhören musste, gescheitert zu sein.

Es gab Forderungen, Thelen erst gar nicht in die Jury zu lassen, er habe sogar Mails und Drohungen erhalten. „Die hatten mich gecastet – und meine Expertise und mein Zugang zur deutschen Gründer- und Startup-Szene waren unbestritten.“ Thelen blieb - sechs ganze Jahre. Doch nun ist Schluss.

Dann kommt er auch auf Maschmeyer zu sprechen: „Einzelne Löwen versuchten es sogar mit eigenen Shows, wie Carsten Maschmeyer mit ‘Startup!’ oder Jochen Schweizer mit ‘Der Traumjob’“. Und weiter: Beide Formate scheiterten und wurden nicht mal komplett ausgestrahlt.“

„Die Höhle der Löwen“: Frank Thelen steigt aus – Das muss man wissen:

  • Frank Thelen macht nach über sechs Jahren bei „Die Höhle der Löwen“ Schluss
  • Als Grund nannte er auch den immensen Zeitaufwand für den Dreh der Shows
  • In seinen Abschiedsworten äußert er sich auch zu Carsten Maschmeyer

Auch in den Dankesworten werden nur Judith Williams, mit der Thelen befreundet ist, und Ralf Dümmel namentlich erwähnt. Alle anderen seien für ihn lediglich „Co-Löwen“, wie er schreibt. Aber auch Maschmeyer spricht über Thelens Abschied. Es sei nachvollziehbar, dass Thelen aussteige, sagte er der Agentur Spot On News.

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Thelen habe in den letzten beiden Jahren kaum Deals gemacht, erzählt er. Darüber hinaus habe er oft im Studio gefehlt. Er schiebt hinterher: „Wenn dann auch noch wie jüngst die Medien schreiben, dass unter allen Löwen bei ihm die meisten Deals im Nachgang scheitern, dann ist sein Ausstieg mehr als logisch.

Thelen hatte zuvor gegenüber Vox seinen Ausstieg bestätigt und laut einem Medienbericht auch schon Gründe dafür genannt, warum nun Schluss ist. Er habe bereits auch schon Ideen, was er in der fernsehfreien Zeit machen wolle, berichtet die „Bild am Sonntag“.

Die Folge am 12. November war die letzte der sechsten Staffel, die siebte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ soll im Herbst 2020 ausgestrahlt werden.

Frank Thelen: Darum steigt er bei „Die Höhle der Löwen“ aus

„Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen“, zitiert Vox Frank Thelen, der von Beginn an als „Löwe“ dabei war: „Aber nach sechs Staffeln ,Die Höhle der Löwen’ wird es für mich Zeit, neue Wege zu gehen“.

Er sei stolz, Teil der Show gewesen zu sein: „Ein Projekt, das nicht nur zahlreiche Preise und Quotenrekorde eingefahren, sondern auch der Gründerszene in Deutschland eine bis dahin nicht vorhandene Plattform gegeben hat.“

Im Interview mit unserer Redaktion erklärte Frank Thelen´im vergangen Jahr, dass er die Show als „MBA (Master of Business Administration) fürs Wohnzimmer“ – also als Bildungsprogramm – sehe. Er wolle viel mehr darüber aufklären, worauf es bei Firmengründungen und der Entwicklung technischer Neuerungen ankomme. „Ich bin nicht da, um den nächsten großen Deal zu schießen“, sagt er.

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Doch genau das scheint bei Thelen in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen zu sein. Laut „Bild am Sonntag“ will Thelen nämlich wieder mehr Energie in seine eigene Firma und die Suche nach Tech-Start-ups investieren. „Leider ist meine eigentliche Arbeit zusammen mit dem TV-Job zu viel geworden.“, zitiert ihn die Zeitung.

Ganz wird sich Thelen aber wohl nicht aus dem Fernsehen verabschieden. Er werde wohl immer wieder in einzelnen Sendungen auftreten, heißt es in dem Bericht. Nur eben „Die Höhle der Löwen“ wird ohne ihn auskommen müssen. (moi/ac)

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