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Hochdruckreiniger im Test: Das ist der klare Sieger

Markus Mizgalski
| Lesedauer: 5 Minuten
Die besten Hochdruckreiniger // IMTEST

Die besten Hochdruckreiniger // IMTEST

Hochdruckreiniger sind die erste Wahl bei starken Verschmutzungen im Außenbereich. IMTEST nimmt fünf Modell der Oberklasse unter die Lupe.

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Berlin.  Reinigungsleistung, Handhabung, Wasserverbrauch: Welcher Hochdruckreiniger entfernt Schmutz am besten? Fünf aktuelle Modelle im Test.

  • Mit Hochdruckreiniger kann man selbst hartnäckige Verschmutzungen auf Oberflächen schnell entfernen
  • Allerdings kommt es auf die Leistung des Geräts an, wie auch der Test unseres Verbrauchermagazin zeigt
  • Im Test kann vor allem ein Produkt überzeugen

Die von Moos bedeckte Terrasse, das schlammige Auto oder auch die von Blütenstaub verklebten Gartenmöbel – für den Einsatz einer druckvollen Reinigungsmaschine gibt es viele Gelegenheiten. Ein Hochdruckreiniger wirkt hier oft Wunder, wobei es immer zu prüfen gilt, ob die Oberflächen eine solche Behandlung tatsächlich aushalten können.

Ist das der Fall, ist nichts ärgerlicher, als ein schwaches Gerät zu Hause zu haben, das am Ende seinen Aufgaben nicht gewachsen ist. Wer also häufiger größere Flächen zu reinigen oder viel Schmutz zu bekämpfen hat, sollte eher etwas tiefer in die Tasche greifen. IMTEST, das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe, hat diesen fünf Modellen auf den Zahn gefühlt´:

  • Scheppach HCE2600, ca. 299 Euro
  • AVA Evolution P60 L, ca. 359 Euro
  • Bosch Advanced-Aquatak 150, ca. 410 Euro
  • Kärcher K5, ca. 410 Euro
  • Stihl RE120 Plus, ca. 480 Euro

Hochdruckreiniger im Test: Handhabung und Co.

Die Geräte der Oberklasse zeichnen sich zunächst durch ein paar Eigenschaften aus, die für manchen eher abschreckend wirken: Vor allem Größe und Gewicht scheinen etwas hinderlich zu sein.

Tatsächlich sind die Hochdruckreiniger mit einem Gewicht von rund 20 Kilogramm nicht unbedingt ideal dafür, sie permanent über irgendwelche Treppen zu tragen. In der Ebene allerdings ist das alles kein Problem, denn alle fünf Modelle besitzen Rollen und können so sehr einfach bewegt werden. Und auch der Platzbedarf relativiert sich schnell, da zumindest drei Kandidaten – die Modelle von Bosch, AVA und Stihl – so konstruiert sind, dass sich Schlauch und Anschlusskabel sauber an der Maschine verstauen lassen. Die Reinigungslanzen sowie weiteres Zubehör lassen sich durchweg bei allen Geräten platzsparend am jeweiligen Gehäuse verstauen.

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Die insgesamt etwas unrühmliche Ausnahme bildet hier der Kärcher K5, der, wie auch der Scheppach HCE2600, keine Trommel für den leider sehr starren und störrischen Hochdruckschlauch besitzt. Wirklich sauberes Aufwickeln wird hier zu einer nervigen Herausforderung. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Schlauch am Pistolengriff starr und nicht mit einer drehbaren Kupplung befestigt ist. Selbst beim Scheppach ist der Schlauch weicher und einfacher zu handhaben.

Druck, Düsen und Wasserverbrauch der Hochrdurckreiniger

Alle Geräte besitzen kräftige Motoren mit über zwei Kilowatt Anschlussleistung. Entsprechend hoch sind Arbeits- und Maximaldruck. Man reinigt, je nach Düse, mit bis zu 160 bar, wobei das die Maximaldrücke sind. Realistisch während der Arbeit sind eher 120 bis 140 bar. Neben dem Druck ist für das Reinigungsergebnis auch die richtige Düse entscheidend. Zum Lieferumfang gehören hier immer eine Rotationsdüse, eine verstellbare Strahldüse sowie ein System, um Reinigungsmittel auszubringen. Letzteres funktioniert bei Kärcher über eine Art Steckplatz mit Ventil am Gerät. Das ist komfortabel, hat aber den Nachteil, dass dort nur Kärcher-Flaschen verwendet werden können. Allerdings reinigen die Geräte auch ohne Chemie gut.

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Die größte Herausforderung besteht mitunter darin, den Druck so zu dosieren, dass man nicht beim Reinigen der Terrasse die angrenzende Hauswand hüfthoch mit Dreck bespritzt. Und auch den Fugensand im Pflaster sollte man im Auge behalten, damit er nach dem Säubern noch vorhanden ist. Die Druckregulierung erfolgt bei allen Geräten hydraulisch, also anhand des Durchflusses. Übrigens: Als einziges Gerät im Test besitzt der Ava eine Teleskop-Lanze, was mehr Höhe oder größere Distanz zu den zu reinigenden Objekten ermöglicht. Das erspart einem auch mal eine unfreiwillige Dusche.

Unschön in dem Kontext: Alle Geräte genehmigen sich mehr Wasser, als sie laut Herstellerangabe sollten. Beim Scheppach sind es nur sechs Prozent, Boschs Advanced-Aquatak hingegen saugt 40 Prozent mehr. Das sind rund 200 Liter pro Stunde mehr als die angegebenen 510.

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Stücke, Schläuche, Bürsten – Zubehör ohne Ende

In Sachen Zubehör liegen Ava und Kärcher ganz vorn. Terrassenreiniger, Fassadenreiniger, Adapter, Verlängerungsschläuche, Waschbürsten oder Winkelstücke – es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Aber auch Stihl bietet bis hin zur Sandstrahlvorrichtung – die es von Ava und Kärcher ebenfalls gibt – ein recht üppiges Ergänzungssortiment. Die wichtigsten Reinigungsaufgaben lassen sich aber auch mit den Zubehören bei Bosch und Scheppach lösen. Für alle Geräte ist etwa ein Rohrreinigungsset erhältlich, ebenso ein Flächenreiniger.

Fazit im Hochdruckreiniger-Test: Stihl und Ava haben die Nase vorn

Am Ende sind es vor allem zwei Geräte, die sich absetzen können. Dabei hat der Stihl RE120 Plus die Nase knapp vorn. Er ist aber auch das teuerste Gerät im Test. Der Ava Evolution P60 L ist mit seinen vielen funktionalen Details das etwas vielseitigere Gerät und auch rund 120 Euro billiger. Dafür steht der Stihl in Sachen Wasserverbrauch etwas besser da.

Dieser Artikel erschien zuerst auf abendblatt.de.