Keine Anklage: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall Peggy ein

Bayreuth.  19 Jahre und fünf Monate nach dem Verschwinden der neunjährigen Peggy aus Lichtenberg im Kreis Hof wird der Fall geschlossen. Der Tatverdacht gegen einen 43-Jährigen reiche nicht aus.

Ein Verdächtiger aus Oberfranken hatte vor zwei Jahren gestanden, die Leiche der kleinen Peggy einst in einem Wald in Thüringen vergraben zu haben.

Ein Verdächtiger aus Oberfranken hatte vor zwei Jahren gestanden, die Leiche der kleinen Peggy einst in einem Wald in Thüringen vergraben zu haben.

Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa (Symbolfoto)

Mehr als 19 Jahre nach dem Verschwinden der damals neunjährigen Peggy aus Oberfranken sind die Ermittlungen eingestellt worden. Der Tatverdacht gegen einen Bestatter ließ sich nicht erhärten, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag mitteilte.

Das Mädchen war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 wurden Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn im Saale-Orla-Kreis gefunden, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt. Wie sie genau zu Tode kam, ist bis heute ungeklärt.

Ein Mann aus dem Landkreis Wunsiedel , das tote Mädchen mit seinem Auto in den Wald gebracht zu haben. Er bestritt jedoch, Peggy getötet zu haben. Das leblose Kind habe er damals von einem Bekannten an einer Bushaltestelle übernommen. .

2004 war geistig behinderter Mann verurteilt worden

Die Informationen reichen laut Staatsanwaltschaft nicht für eine Mord-Anklage aus. Andere Anklagepunkte wie Strafvereitelung seien verjährt und könnten nicht mehr zur Anklage gebracht werden.

Im Laufe der Jahre gab es bei den Ermittlungen im Fall Peggy bereits mehrere Verdächtige. Besonders bekannt wurde der Fall eines geistig behinderten Mannes, den ein Gericht 2004 als Peggys Mörder verurteilte, der aber zehn Jahre später in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde. Zudem entdeckten Ermittler am Fundort von Peggys Skelett DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Diese stellten sich später aber als Verunreinigung eines Geräts der Spurensicherung heraus.

DNA von Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggy K. sichergestellt
DNA von Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggy K. sichergestellt

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