Pandemie

Corona: RKI meldet neue Fallzahlen und Reproduktionszahl

Berlin.  Das RKI veröffentlicht jeden Tag aktuelle Corona-Fallzahlen. Hier finden Sie die R-Werte, die Zahl der Todesfälle und weitere Infos.

Produktion von Biontech-Impfstoff in Marburg genehmigt

Die hessischen Behörden haben die angestrebte Produktion von zusätzlichem Biontech-Impfstoff in Marburg genehmigt. Das Mainzer Unternehmen Biontech hatte Anfang Dezember die Anträge für Umbau und Betrieb eines zuvor gekauften Werks gestellt.

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  • Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht täglich Zahlen zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland
  • Am Samstag meldete das RKI 16.417 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages
  • Binnen 24 Stunden wurden zudem 879 Corona-Todesfälle verzeichnet
  • Hier finden Sie die aktuellen Fallzahlen, die Reproduktionszahlen und weitere aktuelle Daten des RKI im Überblick

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 51.500 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 897 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 51.521. Vor einer Woche waren 1113 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 16.417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor einer Woche hatte das RKI 22.368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Daten des RKI: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut Meldung vom Samstagmorgen bei 112,6. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Lesen Sie hier: Corona-Hotspots: Das sind die Risikogebiete in Deutschland

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.122.679 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23. Januar, 0.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 51.521. Die Zahl der Genesenen schätzt das RKI auf etwa 1.795.400.

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Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag am 23. Januar bei 1,07 (Vortag: 0,95). Der R-Wert ist ein Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Liegt der R-Wert über 1, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an.

Liegt der Wert unter 1, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen ab, das etwa eineinhalb Wochen zurückliegt. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

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Datum 23. Januar 22. Januar
4-Tage-R-Wert 1,07 0,95
7-Tage-R-Wert 1,01 0,97

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes 7-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am 23. Januar bei 1,01 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen so sehr?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 22. Januar):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 464.139
Bayern 385.784
Baden-Württemberg 281.393
Sachsen 171.878
Hessen 163.853
Niedersachsen 133.417
Berlin 115.506
Rheinland-Pfalz 87.855
Brandenburg 61.997
Thüringen 60.671
Sachsen-Anhalt 46.137
Hamburg 43.919
Schleswig-Holstein 32.820
Saarland 23.873
Mecklenburg-Vorpommern 17.826
Bremen 15.248

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