Pandemie

Corona: Die wichtigsten Zahlen des RKI im Überblick

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Sieben-Tage-Inzidenz weiter deutlich gesunken

Sieben-Tage-Inzidenz weiter deutlich gesunken

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter zurückgegangen und liegt nun den zweiten Tag in Folge unter hundert.

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Berlin.  Wie entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in Deutschland? Wie hoch ist die Inzidenz? Hier finden Sie wichtige Daten zur Pandemie.

  • Jeden Tag meldet das Robert Koch-Institut (RKI) aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie in Deutschland
  • Am Samstag lagen diese erneut deutlich unter den Werten der Vorwoche
  • Auch die bundesweite Inzidenz sinkt deutlich unter 100
  • Die wichtigsten Daten zu den Corona-Fallzahlen nach Bundesland, zur Inzidenz und zur Reproduktionszahl im Überblick

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7894 Corona-Neuinfektionen gemeldet - rund 7800 weniger als noch vor einer Woche. Deutschlandweit wurden am Freitag nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten zur Pandemie: Alle Corona-News im Live-Ticker

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden wurde am 14. Januar gemeldet.

Interaktive Grafik: Wie tödlich das Coronavirus wirklich ist

Corona-Zahlen des RKI: So hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz

  • Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 87,3.
  • Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 96,5 angegeben.
  • Am Samstag vergangener Woche lag die Inzidenz bei 121,5.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Im März hat sich die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz dann allerdings innerhalb von drei Wochen verdoppelt. In Deutschland war die sehr ansteckende, britische Corona-Variante B.1.1.7 erstmals an Heiligabend nachgewiesen worden. Bereits gut drei Monate später hatte sie die Ursprungsvariante hierzulande weitgehend verdrängt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus geworden. Von ihr sind auch Verschärfungen wie beispielsweise nächtliche Ausgangssprerren abhängig. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können.

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.584.934 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die bisher an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt bei 86.025.

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut Lagebericht des RKI vom Freitagabend bei 0,80 (Vortag 0,77). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 14. Mai 13. Mai 12. Mai
4-Tage-R-Wert 0,80 0,77 0,73
7-Tage-R-Wert 0,87 0,87 0,82

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Freitag bei 0,87. Am Vortag hatte er ebenfalls bei 0,87 gelegen. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 15. Mai):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 782.511
Bayern 623.854
Baden-Württemberg 476.489
Hessen 278.351
Sachsen 277.434
Niedersachsen 251.472
Berlin 175.019
Rheinland-Pfalz 148.396
Thüringen 123.945
Branden­burg 106.281
Sachsen-Anhalt 96.166
Hamburg 74.824
Schleswig-Holstein 61.468
Mecklenburg-Vorpommern 42.792
Saarland 39.460
Bremen 26.472