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Daimler und BMW kooperieren auch beim autonomen Fahren

München/Stuttgart  Daimler und BMW arbeiten bereits beim Carsharing zusammen. Auch die Technik für autonomes Fahren wollen sie zusammen entwickeln.

Arbeiten enger zusammen: Harald Krüger (r.), Chef von BMW, und Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Daimler.

Arbeiten enger zusammen: Harald Krüger (r.), Chef von BMW, und Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Daimler.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

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BMW und Daimler verkünden die nächste Kooperation: Sie wollen auch beim automatisierten Fahren eng zusammenarbeiten. So wollen die beiden Unternehmen künftig Fahrerassistenzsysteme und die Technik für automatisiertes Fahren auf Autobahnen und für automatisiertes Parken gemeinsam entwickeln.

Erst vor einer Woche haben die beiden Autobauer ihre Carsharing-Dienste gebündelt. Beide strebten bei der neuen Kooperation eine „langfristige und strategische Kooperation“ an, um die nächste Stufe schon vor 2025 breit verfügbar zu machen, teilten sie am Donnerstag mit. Durch die Zusammenführung der Kompetenzen „erhöhen wir die Innovationskraft und beschleunigen die Verbreitung dieser Technologie“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich.

Daimler-Forschungschef Ola Källenius sagte: „Statt individueller Insellösungen geht es uns um ein zuverlässiges Gesamtsystem, das unseren Kunden einen spürbaren Nutzen bringt.“ Alle Autokonzerne investieren Milliarden in die Entwicklung von Autos, die in einigen Jahren computergesteuert ganz ohne Fahrer fahren können.

Selbstfahrende Fahrzeuge ohne Lenkrad für das Silicon Valley

Führend ist auf diesem Gebiet heute die Google-Tochter Waymo. Um Kosten zu sparen, tun sich die beiden konkurrierenden Autobauer in Stuttgart und München jetzt zusammen – zumal ohnehin bald gemeinsame Sicherheitsstandards und technische Vorgaben vom Gesetzgeber zu erwarten sind.

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Mit der Zusammenarbeit werde die „Entwicklung künftiger Technologiegenerationen beschleunigt und effizienter“, erklärten BMW und Daimler. „Neben diesen Synergien sollen neue Technologien schneller an den Kunden weitergegeben und in kürzeren Innovationszyklen aktualisiert werden.“ BMW testet das automatisierte Fahren heute weltweit mit 70 Fahrzeugen, unter anderem auch in München.

E-Autos fahren in Norwegen auf der Überholspur

Gespräche über Ausdehnung der Zusammenarbeit

Bei der Entwicklung arbeitet BMW bereits mit Intel, Mobileye, FiatChrysler, Continental und Magna zusammen. Daimler will dieses Jahr zusammen mit dem Zulieferer Bosch im Silicon Valley in den USA selbstfahrende Fahrzeuge ohne Lenkrad und Gaspedal in Städten auf die Straße bringen.

Auf Twitter wirbelten die beiden Konzerne ordentlich die Werbetrommel für ihre neue Kooperation.

twitter kooperation daimler bmw

BMW und Daimler wollen zusammen zunächst die Technik für Autos entwickeln, die auf der Autobahn selbstständig fahren können, aber noch Gaspedal und Lenkrad haben und von einem Fahrer gesteuert werden können. Man wolle aber über die Ausdehnung der Zusammenarbeit auf höhere Automatisierungsgrade auf Autobahnen und auch in Städten sprechen.

„Das unterstreicht den langfristig und nachhaltig angelegten Charakter der Kooperation hin zu einer skalierbaren Plattform des automatisierten Fahrens“, teilten die Konzerne mit. (dpa/les)

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