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So lebt der reichste Mann der Welt: Amazon-Chef Jeff Bezos

Oliver Stöwing
| Lesedauer: 4 Minuten
Milliardär Jeff Bezos: Das ist der Amazon Gründer

Milliardär Jeff Bezos: Das ist der Amazon Gründer

Der Amazon-Grüner Jeff Bezos gründete 1994 den Online-Buchhandel. Heute wird sein Vermögen auf 188 Milliarden Dollar geschätzt. Im Feburar 2020 tritt er als Chef von Amazon zurück: Bezos will mehr Zeit in andere Projekte investieren.

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Berlin.  Amazon-Chef Jeff Bezos ist der Gewinner der Corona-Krise und wird immer reicher. Auch privat sorgt der Milliardär für hohen Umsatz.

  • Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos wird auf 190 Milliarden Dollar geschätzt – Tendenz steigend
  • Jeff Bezos macht jedes Jahr Milliarden Gewinne – dieses Jahr ist er noch reicher geworden: Sein eigenes Unternehmen wird 2020 Rekordumsätze erwirtschaften
  • Jeff Bezos nutzt die Gelegenheit, um sich selbst zu beschenken. Was er wohl mit dem Geld macht?

Er hat Glück im Spiel und Glück in der Liebe. Während die ganze Welt unter der Coronakrise ächzt, läuft es bei Amazon-Chef Jeff Bezos , ohnehin schon der reichste Mann der Welt, richtig rund. Über geschätzte 190 Milliarden Dollar verfügt der 56-Jährige – Stand Montag, denn je nach Rechnung sind es täglich einige Millionen mehr.

An einem guten Tag vermehrt sich das Vermögen auch mal um drei Milliarden: Vergangene Woche verkaufte er Aktien seines Unternehmens im Wert dieser Summe. Seit Jahresbeginn ist der Kurs zudem um 75 Prozent gestiegen. Die weltweite Homeshopping-Lust während der Pandemie-Beschränkungen läuft Bezos direkt in die Taschen.

Amazon verdreifacht Quartalsgewinn
Amazon verdreifacht Quartalsgewinn

Und die Saison der klingenden Kassen steht ihm erst noch bevor: „Wir sehen mehr Kunden als jemals zuvor, die frühzeitig Geschenke einkaufen“, erklärte der Amazon-Chef kürzlich. Dies sei ein Hinweis darauf, dass ein „beispielloses“ Weihnachtsgeschäft bevorstehe. Lesen Sie hier: Saudi-Kronprinz soll Handy von Amazon-Chef gehackt haben

Jeff Bezos beschenkt sich selbst

Amazon stellte für das laufende Vierteljahr Erlöse zwischen 112 und 121 Milliarden Dollar in Aussicht, was einem Wachstum zwischen 28 und 38 Prozent im Jahresvergleich entspräche. Es wäre das erste Mal, dass der Konzern die Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar knackt.

Bezos beschenkte sich selbst bereits mit Annehmlichkeiten wie einer 165-Millionen-Dollar-Villa in Beverly Hills, einem 80-Millionen-Dollar-Penthouse in New York, einer 65-Millionen-Dollar-Gulfstream für nähere Reisen und einem eigenen Raumfahrtunternehmen für geplante Fernreisen sowie einer 42-Millionen-Dollar-Uhr, die 10.000. Jahre laufen soll und für ihren Besitzer „ein Symbol für langfristiges Denken“ ist. Mehr zum Thema: Jeff Bezos und Amazon: Gewinner der globalen Corona-Krise

Seine insgesamt fünf Wohnsitze teilt er mit seiner Freundin Lauren Sánchez . Und die ist weit mehr als die Begleiterscheinung eines Multimilliardärs.

Mit einem Vermögen von vielleicht 30 Millionen Dollar ist Sánchez zwar vergleichsweise arm, doch lebt die 50-Jährige das Leben einer Actionheldin in einer Netflixserie: Sie ist Fernsehreporterin, Moderatorin, Schauspielerin, Pilotin und Gründerin eines Unternehmens, das Flugszenen für TV-Produktionen verwirklicht.

„Ich liebe dich, lebendiges Mädchen“, heißt es in einer Liebeserklärung, die Bezos seiner Freundin per SMS machte. Als die Liebe entflammte, war Bezos seit 25 Jahren mit der Geschäftsfrau MacKenzie Scott (50) verheiratet, vier Kinder entstammen der Ehe. Die dreifache Mutter Lauren Sánchez war seit 2005 mit Hollywood-Agent Patrick Whitesell (55) verheiratet.

Jeff Bezos – Sex, Lügen und Nacktfotos

Im Januar 2019 berichtete der „ National Enquirer “ über die Affäre. Bezos ließ ermitteln, wie das Blatt an die Informationen gekommen war. Schließlich soll Verlagschef David Pecker ihn mit Aktfotos unter Druck gesetzt haben, die Untersuchungen einzustellen. Bezos machte daraufhin die Erpressung öffentlich.

Wie weit das Geflecht der Intrige reicht, kann man nur ahnen: Pecker gilt als Donald Trump s Vertrauter. Der Noch-Präsident wiederum betrachtet Bezos, der 2013 die „Washington Post“ shoppte, als seinen Intimfeind.

Bezos und Sánchez reichten jeweils ihre Scheidung ein und setzten ihre Beziehung diskret fort – so diskret es eben geht, wenn man auf einer 140-Meter-Yacht vor Saint-Tropez oder Saint Barth anlegt. Erst im vergangenen Januar zeigte sich das Paar offiziell zusammen. Lesen Sie hier:

MacKenzie Scott stand nun zwar ohne Mann da, aber nicht mit leeren Händen: Als Abfindung erhielt sie Amazon-Aktien in Höhe von 35,6 Milliarden Dollar. Wert, wie erwähnt, stark steigend. Bei einem Mann wie Bezos ist eben auch eine Scheidung ein Superlativ.