Tierquälerei

Kater den Schwanz abgerissen – Frauchen stellt Strafanzeige

Berlin.  In der Nähe von Göttingen stellte eine Frau Anzeige bei der Polizei: Ihrem Kater wurde laut Tiermedizinern der Schwanz abgerissen.

Einem Kater soll in der Nähe von Göttingen der Schwanz abgerissen worden sein. Die Polizei ermittelt wegen der möglichen Tierquälerei. (Symbolbild)

Einem Kater soll in der Nähe von Göttingen der Schwanz abgerissen worden sein. Die Polizei ermittelt wegen der möglichen Tierquälerei. (Symbolbild)

Foto: Christophe Gateau / dpa

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Eine Frau aus der Nähe von Göttingen hat einen offenbar schweren Fall von Tierquälerei bei der Polizei angezeigt: Ihrem Kater Freddy soll der Schwanz abgerissen worden sein.

Wie die Tierhalterin berichtet, soll das acht Jahre alte Tier am vergangenen Samstag für mehrere Stunden verschwunden gewesen sein. Als der Kater wieder auftauchte, habe sein Frauchen Nicole Gerhardy sofort bemerkt, dass etwas nicht stimmte.

„Ich habe gleich gesehen, dass der Schwanz einfach nur herunterhing“, sagte die Frau aus Gieboldehausen bei Göttingen dem „Göttinger Tageblatt“. Sie fuhr mit Freddy in eine Tierklinik. Dort zeigte ein Röntgenbild: Der Schwanz war von der Wirbelsäule abgerissen, der Schwanz wurde nur noch vom Fell am Körper gehalten.

Kater den Schwanz abgerissen – Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Es müsse eine hohe Kraft einwirken, um einen Schwanz abreißen zu können, erklärt der Arzt Thomas Grammel, der das Tier untersuchte, gegenüber der Zeitung. So etwas könne zwar auch geschehen, wenn zum Beispiel ein Hund daran reiße.

„Doch in diesem Fall war es kein anderes Tier“, sagte der Tierarzt. Denn in einem solchen Fall hätten Bisse oder äußerliche Wunden darauf hingewiesen. Mittlerweile ist der Schwanz von Freddy amputiert. Er wäre nicht mehr angewachsen, so der Mediziner. Die einzige Verdacht: Ein Mensch muss dem Kater die Gewalt angetan haben.

Die Polizei arbeitet nach der Strafanzeige an dem Fall. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Eine Spur auf den oder die Täter gibt es bislang nicht“, sagte eine Sprecherin. (les)

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