Pandemie

Nähanleitung: So können sie einen Mundschutz in Corona-Zeiten einfach selbst herstellen

Berlin.  Mit dieser Nähanleitung können Sie Ihre Atemschutzmaske zur Verringerung des Corona-Infektionsrisikos selbst herstellen.

So nähen Sie sich selbst einen Mundschutz

Wegen der Coronakrise bekommt man kaum noch Mundschutz-Masken zu kaufen. Doch mit dieser Anleitung können Sie selbst einen nähen, mit dem Sie Ihre Umgebung schützen können.

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  • Seitdem Österreich eine Mundschutzpflicht in Supermärkten angekündigt hat, wird auch in Deutschland darüber diskutiert
  • Dabei taucht immer wieder die Frage auf, ob ein Mundschutz überhaupt vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützt?
  • Experten verneinen das: Ihrer Einschätzung zufolge können sie lediglich das Risiko einer Infektion minimieren
  • Eine Studie der Universität Cambridge kam 2013 zu dem Schluss, dass selbst gefertigte Masken in einer Pandemie „nur als letztes Mittel“ genutzt werden sollten. Sie seien aber „besser als gar kein Schutz“
  • Die Stadt Essen hat eine Anleitung veröffentlicht, wie man sich den Mundschutz selbst machen kann – wir zeigen, wie es geht

In den meisten Geschäften sind Atemschutzmasken wegen der Coronavirus-Krise schon lange ausverkauft, im Internet werden Masken für immer höhere Preise angeboten und selbst Kliniken geht der Mundschutz aus. Um der Knappheit entgegenzuwirken, veröffentlichen immer mehr Menschen Anleitungen, wie die Schutzmasken selber hergestellt werden können.

Auch eine Gruppe von deutschen Promis setzt sich – unter anderem mit einer Näh-Anleitung – für das Tragen von Schutzmasken ein. Unter anderem Lena Meyer-Landrut, Jan Böhmermann und Joko Winterscheidt machen auf das Thema mit dem Hashtag #maskeauf!“ aufmerksam. Das muss man über eine mögliche Mundschutz-Pflicht in Deutschland wissen.

Sie greifen in ihrer Kampagne eine Aussage des Virologen Christian Drosten auf. Deutschlands meistgefragter Experte in der Corona-Krise sagte, dass das Infektionsrisiko durch kollektives Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit verringert werden könne. Auf der www.maskeauf.de sind unter anderem Infos über den Nutzen von Schutzmasken und eine Anleitung zu finden, mit der man sich selbst eine Atemschutzmaske basteln kann. „Weil die medizinischen Masken in die Medizin gehören, basteln wir sie uns selbst“, heißt es auf der Seite. „Damit schützen wir alle.“

Mundschutz-Anleitung der Stadt Essen

Auch die Stadt Essen hat eine Nähanleitung veröffentlicht. Der Schutz soll besonders Pflegepersonal und pflegenden Angehörigen im Alltag helfen und die Verteilung von Tröpfchen in der Umgebung verhindern. Die achtseitige Anleitung solle dazu beitragen, „die Bevölkerung im Pandemiefall unabhängig von Lieferengpässen und von kostenintensiven Bevorratungen mit ausreichend Mund-Nase-Schutz zu versorgen“, heißt es in der Anleitung.

Coronavirus: Baumwollstoff und Draht für den Mundschutz

Für den Mehrweg-Mund-Nasen-Schutz werden

  • kochfester Baumwollstoff und ein
  • Draht zum Fixieren im Nasenbereich

benötigt, heißt es in der Anleitung. Insgesamt besteht die Maske aus sechs Teilen: vier Stoffstreifen, einem Draht und einem großen Stofftuch.

Das Stofftuch, das über Mund und Nase gezogen wird, muss Atmung durchlässig sein und kann aus einer Stoffwindel, einem T-Shirt oder einem leichtem Baumwolltuch gefertigt werden.

Um die Maske herzustellen, werden außerdem

  • eine Nähmaschine,
  • ein Bügeleisen und
  • eine Schere

benötigt.

• Hintergrund: So gut schützen Atemmasken und Mundschutz vor dem Coronavirus

Stadt Essen lässt sich Mundschutzmasken nähen

Auch die Stadt Essen selbst lässt sich solche Mundschutzmasken nähen. In der Näherei einer Werkstatt für behinderte Menschen in Essen werden derzeit täglich rund 100 solcher Masken für die Feuerwehr produziert, wie die Sprecherin der Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen (GSE), Angela Köhler, am Montag sagte. Die Näherei fertigt ansonsten mit 18 Mitarbeitern unter anderem Baby-Schlafsäcke.

Lesen Sie auch: Wie Deutschland mit Engpässen bei Schutzmasken kämpft

Wie in der Anleitung betont, wird der Mundschutz komplett selbst gefertigt und ist damit nicht geprüft oder zertifiziert. Er soll als gute Alternative gelten, wenn keine anderen Schutzmasken mehr vorhanden sind. Die Nutzung sei jedoch komplett eigenverantwortlich.

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