Statistik

So wenig Verkehrstote wie seit 60 Jahren nicht mehr

Wiesbaden.  Die Zahl der Verkehrstoten ist im Jahr 2019 auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken. Das erklärte das Statistische Bundesamt.

3059 Menschen sind im vergangenen Jahr durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen.

3059 Menschen sind im vergangenen Jahr durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Jedes Menschenleben, das durch Verkehrsunfälle verloren geht, ist eines zu viel. Dennoch ist zumindest der statistische Trend bei der Zahl der Verkehrstoten erfreulich, denn diese sinkt erstmals auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2019 insgesamt 3059 Menschen durch Verkehrsunfälle, das sind 6,6 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Da die Zahlen noch vorläufig sind, ist jedoch Vorsicht geboten. Im vergangenen Jahr musste das Statistische Bundesamt die Zahl der Verkehrstoten aus dem Jahr 2018 nachträglich nach oben korrigieren. Damals waren es 3275 Menschen, die ihr Leben im Straßenverkehr verloren – ein Anstieg zum Vorjahr, der vor allem durch mehr getötete Fahrradfahrer zustande kam. Unfallforscher forderten in der Folge Investitionen in bessere und sicherere Radwege.

Zahl der Unfälle steigt, vor allem Pedelecs betroffen

In der aktuellen Statistik für 2019 werden auch die von der Polizei erfassten Unfälle beziffert: rund 2,7 Millionen bedeuten einen Anstieg um 1,9 Prozent. Bei 300.200 davon wurden Menschen verletzt oder getötet.

Detailliertere Ergebnisse liegen den Angaben zufolge bisher für den Zeitraum Januar bis November 2019 vor: Diese zeigen den stärksten Rückgang bei getöteten Motorradfahrern. Einen starken Anstieg verzeichnete die Statistik dagegen bei Fahrern von Pedelecs, hier gab es ein Plus von 28 Toten (plus 32,6 Prozent). 2018 war die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fahrrad und Motorrad deutlich gestiegen.

Die Zahl der Verkehrstoten sinkt seit Jahrzehnten – mit kleinen Ausreißern. 1970 war mit mehr als 21.000 Verkehrstoten der bisherige Spitzenwert erreicht worden.

(dpa/yah)