Straftat

Frau erschleicht sich Zehntausende Euro Kindergeld – U-Haft

Düsseldorf.  Falsche Wohnanschrift und gefälschte Meldebescheinigung – damit hat sich eine Rumänin für ihre sechs Kinder Kindergeld ergaunert.

Frau ohne Wohnsitz soll 44.000 Euro Kindergeld erschlichen haben

Eine Frau soll für ihre sechs Kinder rund 44.000 Euro Kindergeld erschlichen haben. Der Rumänin werde vorgeworfen, 2014 und 2015 in Duisburg unter Angabe einer falschen Wohnanschrift Kindergeld beantragt und erhalten zu haben, so die Polizei. Die Bundespolizei kontrollierte sie jetzt am Flughafen Düsseldorf. Es lag ein Untersuchungshaftbefehl gegen sie vor. Nach bisherigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht der Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung.

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Der Missbrauch von Kindergeld sorgt in der Politik immer wieder für heftige Diskussionen. Bereits seit längerem wird eine Verschärfung der aktuellen Regelungen gefordert. Grund dafür ist, dass viele Kriminelle Tricks nutzen, um Kindergeld zu beziehen. Häufig kassieren sie Leistungen für Kinder, die es gar nicht gibt. Auch das Fälschen von Meldeunterlagen steht hoch im Kurs.

So wie im aktuellen Fall: Eine Frau, die noch nie in Deutschland offiziell gewohnt hat, soll für ihre sechs Kinder unter Angabe einer falschen Wohnanschrift rund 44.000 Euro Kindergeld erschlichen haben. Die Bundespolizei hatte die Rumänin am Montag am Düsseldorfer Flughafen nach ihrer Ankunft aus dem britischen Birmingham kontrolliert. Dabei stellten sie fest, dass gegen die Frau ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Duisburg vorlag.

Ihr werde vorgeworfen, 2014 für ihre Kinder in Duisburg unter Angabe einer falschen Wohnanschrift Kindergeld beantragt und erhalten zu haben, so die Polizei. Auch 2015 soll sie mit einer gefälschten Meldebescheinigung Kindergeld beantragt haben.

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Kindergeld erschlichen – Untersuchungshaft angeordnet

Erst 2017 wurde demnach entdeckt, dass die heute 33-Jährige nie einen festen Wohnsitz in Deutschland hatte. Die Frau wurde danach zur Rückzahlung von 44. 412 Euro aufgefordert.

Nach bisherigem Ermittlungsstand bestehe der Verdacht der Steuerhinterziehung und Urkundenfälschung. Zudem sei sie mehrmals untergetaucht. Das Amtsgericht Duisburg ordnete wegen Fluchtgefahr Untersuchungshaft an.

Deutschlands drängendste Probleme

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Beim Kindergeld stehen die Behörden vor dem Problem, dass es häufig ins Ausland überwiesen wird. So wurden laut einem Bericht im vergangenen Jahr deutlich mehr Kindergeld ins Ausland überwiesen, rund 536 Millionen Euro. Diese Zahlen werden immer wieder hitzig diskutiert – doch handelt es sich dabei immer um Kindergeld-Missbrauch?

Aus der Politik gibt es Forderungen, für mehr Härte gegen Kindergeldbetrug zu sorgen. Nicht ohne Grund: 2018 stieg die Zahl der Kindergeld-Bezieher auf einen neuen Rekordstand. (bekö/dpa)

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