- Betrüger nutzen verschiedene Maschen, um vor allem Ältere um ihr Erspartes zu bringen
- Die Betrugsmaschen sind vielfältig und werden immer perfider
- So können Sie sich schützen
Das Bank- oder ein Benutzerkonto soll gesperrt werden, es gibt angeblich ein Problem mit einem Paket, Verwandte oder Freunde sind in Not, der eigene Rechner soll virenverseucht sein, man wird des Steuerbetrugs bezichtigt oder soll beim Anschauen von Pornos gefilmt worden sein: Anrufe und Nachrichten, die so etwas oder ähnliche Dinge behaupten, sind inzwischen trauriger Alltag.
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Der große Überblick über die Maschen der Betrüger
Welche Maschen Sie kennen sollten und wie Sie sich schützen können:
Enkeltrick, die häufigste Betrugsmasche
Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um ihre Lebensersparnisse gebracht werden.
Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und alleinlebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.
Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann.
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Variante des Enkeltricks - Betrüger nutzen Messenger wie WhatsApp
Inzwischen nutzen die Täter auch Messenger-Dienste, wie beispielsweise WhatsApp, um ihre Opfer im Namen von Töchtern, Söhnen oder Enkeln zu Geldüberweisungen zu bewegen. Dabei suchen die Betrüger häufig mit Nachrichten wie, „Hallo Mama, hallo Papa, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Handynummer...“ den Einstieg in den Chat.
Schockanrufe
Oft nutzen Kriminelle Notlagen aus. Besonders häufig ist die Variante des Schockanrufs: Betrüger rufen Personen an und behaupten, sie müssen Geld zahlen, um einen Verwandten vor einer Haftstrafe zu bewahren. Dieser habe angeblich einen tödlichen Unfall verursacht. Betrüger geben sich als Polizisten oder Staatsanwälte aus und spielen so mit der Sorge um die Verwandten. Die Polizei warnt vor diesen Anrufen und macht deutlich: In Deutschland verlangen Staatsanwaltschaft und Polizei niemals eine Kaution!

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Im jüngsten Fall aus Hermsdorf ist eine Seniorin durch die Masche um 29.000 Euro betrogen worden. Eine Anruferin gab sich als Tochter der 79-Jährigen aus, berichtete von einem Unfall – und bat um die Übergabe der Geldsumme:
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Betrugsmasche mit der Einsamkeit
Das Thüringer Sozialministerium warnt Senioren vor einer heimtückischen Betrugsmasche. Dabei geben sich Betrüger am Telefon als Mitarbeiter des Agathe-Programms aus. Unter dem Vorwand, z.B. in der Weihnachtszeit mit einsamen Senioren Zeit verbringen zu wollen, versuchen sich die angeblichen Agathe-Mitarbeiter Zutritt zu ihren Wohnungen zu verschaffen. Das Sozialministerium sagt: „Diese Anrufe sind nicht echt, und wir wollen ausdrücklich davor warnen, fremde Personen in die Wohnung zu lassen.“
Unbekannter Geldeingang? Vorsicht vor Paypal-Betrugsmasche
Ist auf Ihrem Paypal-Konto eine unbekannte Zahlung eingegangen? Dann sollten Sie diese nur auf eine Art und Weise zurückschicken. Ansonsten bringen Betrüger Sie um Ihr Geld.
„Jemand hat Ihnen Geld gesendet.“ So oder so ähnlich informiert der Zahlungsdienstleister Paypal seine Kundinnen und Kunden, wenn auf deren Konto eine Zahlung eingeht. Klingt erst mal erfreulich. Aber was, wenn man denjenigen, von dem das Geld kommt, gar nicht kennt - man also keine Zahlung erwarten kann? Dann handelt es sich möglicherweise um einen Betrugsversuch, warnen die Verbraucherzentralen.
Die Masche funktioniert wie folgt: Betrüger senden angeblich versehentlich einen Betrag auf Ihr Paypal-Konto und bitten umgehend um eine Rückzahlung via „Freunde und Familie“. Wer der Bitte nachkommt, hat in diesem Transaktionsmodus dank ausgeschaltetem Käuferschutz aber keine Möglichkeit, sein Geld zurückzuholen - im Gegensatz zu den Betrügern.
Denn die eröffnen, sobald sie das Geld von Ihnen erhalten haben, für ihre angeblich versehentliche Zahlung, die sie über den Transaktionsmodus „Waren und Dienstleistungen“ getätigt haben, einen Problemfall und fordern ihr Geld zurück. Paypal kommt diesem Wunsch nach und holt den Betrag daraufhin von Ihrem Konto zurück. Damit bekommen Betrüger also sowohl ihr Geld zurück als auch die Zahlung der ahnungslos Geprellten. Und die können nichts dagegen tun.
So handeln Sie richtig:
Die Verbraucherzentralen raten daher, die Rückzahlung des Geldes in der eigentlichen Transaktion zu veranlassen, anstatt eine neue anzulegen. Das geht, indem Betroffene in den Paypal-Aktivitäten die Zahlung öffnen, die die vermeintlichen Betrüger gesendet haben. In der Paypal-App lässt sich der Betrag dann mittels „Rückzahlung senden“ zurückschicken, im Browser lautet die Funktion „Diesen Betrag zurückzahlen“. So läuft die Masche der Langfinger ins Leere.
Vorsicht, Anlagebetrug – und wie Sie Risiken überprüfen können!
Wer Geld anlegen möchte, macht das vielleicht gerne aus dem Komfort des eigenen Zuhause. Egal, ob es sich um eine Investition in Kryptowährungen, Differenzkontrakte oder Devisenhandel handelt, dank des Internets geht das schnell und auch recht einfach – doch umso leichter ist es auch, in eine Falle zu tappen.
Denn Anlagebetrug ist im Netz keine Seltenheit. Vor allem, wenn es keinen persönlichen Kontakt zu Anbietern oder Vermittlern gibt, kann es schwerfallen, echte Angebote von Unechten zu unterscheiden. Um Verbraucher besser vor unseriösen Geldanlagen zu schützen, gibt es das kostenlose Tool „Fake-Check Geldanlage“ der Verbraucherzentrale.
Die wichtigsten Informationen parat haben
Um eine Einschätzung treffen zu können, stellt das Tool zuerst einmal ein paar Fragen rund um die Investition. Dabei sind die folgenden Informationen relevant:
- Die Art der Investition, also ob es sich um Kryptowährung, Differenzkontrakte (CFD), Devisenhandel, Copy-Trading oder Ähnliches handelt
- Ob das Angebot bereits angenommen oder Geld eingezahlt wurde
- Wie das Angebot beworben wurde und was versprochen wird
Sind alle Fragen des Tools beantwortet, gibt es eine grobe Einschätzung darüber, ob es das Angebot für seriös empfindet oder eben nicht. Dort steht dann etwa, ob es Ungereimtheiten gibt, oder ob es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Betrug handelt.
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Vorsicht: Das Tool ersetzt keine individuelle Rechts- oder Finanzberatung, so die Verbraucherzentrale. Es kann lediglich dabei helfen, zu erkennen, wann eine solche Beratung sinnvoll sein könnte.
Wichtige Warnsignale
Doch schon bevor das Tool zum Einsatz kommt, gibt es einige Merkmale bei Angeboten, bei denen die Alarmglocken läuten sollten. So gilt immer Vorsicht, wenn hohe Gewinne ohne Risiko versprochen werden, so die Verbraucherzentrale. Auch ein starker Zeitdruck kann ein Indiz für eine trügerische Investition sein.
Zusätzlich dazu kann die Art des Kontaktes auch ein Indiz sein. So wird bei unseriösen Angeboten der Kontakt oft hauptsächlich per Telefon, Messenger, Social Media oder E-Mail aufgenommen. Gibt es deutliche Warnzeichen wie diese, sollte auf keinen Fall Geld überwiesen werden!
Fake-Profile von Prominenten
Betrüger fälschen oftmals auch Werbeanzeigen im Internet – häufig mit manipulierten Bildern bekannter Persönlichkeiten wie Günther Jauch oder Dieter Bohlen. So soll Vertrauen aufgebaut werden und Gewinne werden vorgespielt. Manchmal werden auch kleine Gewinne ausgezahlt, um Seriosität zu suggerieren. Die Verbraucherzentrale rät zu besonderer Vorsicht bei Profilen!
Masche mit vermeintlicher Umfrage
Durch die Teilnahme an vermeintlichen Umfragen versuchen Betrüger, an die Daten ihrer Opfer zu kommen. In einem Fall aus Südthüringen hat eine 41-Jährige viel Geld verloren. Wie die Polizei berichtet, erhielt die Frau aus Meiningen übers Internet einen Werbelink, in dem für das Ausfüllen einer Umfrage ein teurer Rucksack für einen Preis von 1,95 Euro angeboten wurde.
Nach der Durchführung der Umfrage wurde sie über einen weiteren Link auf eine Internetseite geleitet, auf der sie ihre persönlichen Daten sowie ihre Kreditkartendaten eingab.
Die Polizei warnt eindringlich: „Seien Sie misstrauisch und klicken Sie nicht auf Links, auf denen Ihnen vermeintlich teure Gegenstände für eine Umfragenteilnahme und lediglich einen sehr geringen Geldbetrag angeboten werden.
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Gefälschte QR-Codes auf Parkscheinautomaten
Betrüger versuchen in Erfurt durch gefälschte QR-Codes auf Parkscheinautomaten an sensible Daten von Bürgern und Besuchern der Stadt zu kommen. Die Stadtverwaltung macht auf Informationstafeln an den Zufahrtsstraßen auf das Problem aufmerksam. Die Polizei ermittele, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion auf Anfrage. Nach Angaben der Stadt sind in den vergangenen Wochen an einer Reihe von Parkscheinautomaten im Stadtgebiet gefälschte QR-Codes entdeckt worden - zum wiederholten Mal.
Gefälschte QR-Codes, die auf spezielle Internetseiten von Betrügern führen, sind nach Angaben eines Polizeisprechers nicht nur ein Problem in der Thüringer Landeshauptstadt. „Das taucht immer wieder auf, nicht nur an Parkscheinautomaten.“ Auch Fahrkartenautomaten seien schon betroffen gewesen. Verbraucherschützer berichteten auch von gefälschten QR-Codes auf Strafzetteln oder sogar vermeintlichen Bankbriefen.
Die Erfurter Stadtverwaltung warnte nun „eindringlich vor der Nutzung nicht eindeutig zuzuordnender QR-Codes an Parkscheinautomaten“. Die aufgeklebten Codes führten zu betrügerischen Internetseiten, die optisch seriösen Park-Apps nachempfunden seien. Nutzer würden zur Eingabe sensibler Zahlungsdaten, insbesondere von Kreditkarten, aufgefordert.
Masche mit angeblichen Insolvenzkanzleien
Betrüger geben sich zudem als Mitarbeiter von Kanzleien für Insolvenzrecht aus. Laut Polizeiangaben kontaktieren sie gezielt Unternehmen sowie Privatpersonen. Man solle in solchen Fällen besondere Vorsicht walten lassen! Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Täter sehr professionell vor: Sie senden per E-Mail hochwertige Produktkataloge mit angeblich aus Insolvenzverfahren stammenden Waren, die zu ungewöhnlich günstigen Preisen angeboten werden. Auch die dazugehörigen Internetseiten machen auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck. Im Impressum nutzen sie häufig die Daten tatsächlich existierender Unternehmen und sind teilweise über örtliche Festnetznummern erreichbar, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen.
Besonders perfide ist, dass die Täter oft dazu auffordern, Ausweisdokumente zu versenden – angeblich zur Vertragsabwicklung. Diese Dokumente werden nach aktuellen Erkenntnissen für weitere Betrugsdelikte missbraucht.
Tipps der Polizei zur Vorbeugung:
- Prüfen Sie Angebote gründlich und recherchieren Sie den Anbieter vor einem Kauf im Internet
- Insolvenzverfahren werden nur über das zuständige Amtsgericht abgewickelt
- Überprüfe auf www.insolvenzbekanntmachungen.de, ob das Verfahren und der Insolvenzverwalter tatsächlich registriert sind
- Kontrollieren Sie Vertragsunterlagen sorgfältig. Achten Sie dabei besonders auf Abweichungen bei Telefonnummern, Internetdomains oder Adressen
- Verzichten Sie auf einen Kauf, wenn Zweifel bestehen
- Versenden Sie keine Kopien oder Bilder Ihrer Ausweisdokumente
- Denken Sie daran: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es höchstwahrscheinlich unseriös!
Wenn Sie betroffen sind:
- Erstatten Sie unverzüglich Anzeige bei der Polizei – entweder direkt bei Ihrer örtlichen Dienststelle oder online!
- Informieren Sie Ihre Bank, um mögliche Rückbuchungen zu veranlassen
- Brechen Sie den Kontakt zu den Tätern sofort ab!
Gesperrte Bankkarte
Die Masche mit der gesperrten Bankkarte ist relativ neu. Es gab bereits Fälle in Jena und Erfurt. Hierbei sprechen Betrüger meist junge Leute auf Englisch in den Innenstädten an. Unter dem Vorwand, die eigene Bankkarte sei defekt oder gesperrt, bitten sie um Hilfe.
Wenn die Opfer einwilligen, nehmen die Täter ihr Handy zur Hand und täuschen eine Überweisung auf die Konten der Hilfsbereiten vor. Dann sollen die ahnungslosen Geschädigten den Betrügern den vereinbarten Betrag in bar übergeben. Da die Überweisungen nur vorgetäuscht sind, kommt es aber zu keinem tatsächlichen Zahlungseingang auf den Konten der hilfsbereiten Personen.
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Gefälschte Steuerbescheide: So erkennen Sie den Betrug
Steuerbescheid eingetroffen? Wird in dem Schreiben eine unerklärliche Nachzahlung gefordert, sollten Sie besser noch mal genau hinschauen, bevor sie sich an die Überweisung machen. In mehreren Bundesländern wurden Verbraucherinnen und Verbrauchern bereits gefälschte Steuerbescheide per Post zugestellt, teilt das brandenburgische Finanzministerium mit. Wer der Forderung nachkommt, überweist nicht an die zuständige Behörde, sondern an Kriminelle.
Mit folgenden Ratschlägen tappen Sie nicht in die Falle:
- Prüfen Sie Steuerbescheide immer aufmerksam - gleichen Sie insbesondere die persönliche Steuernummer und die Steueridentifikationsnummer genau ab. Bei gefälschten Dokumenten stimmen oft nur Name und Adresse, die anderen Daten sind frei erfunden.
- Erwarten Sie keinen Steuerbescheid oder haben Sie Zweifel an der Echtheit? Dann fragen Sie beim zuständigen Finanzamt nach, ob alles seine Richtigkeit hat. Kontaktdaten finden Sie zum Beispiel auf dem Steuerbescheid des Vorjahres.
- Brauchen Sie den Steuerbescheid unbedingt per Post? Falls nicht, können Sie beim Online-Finanzamt Elster auch in die elektronische Bekanntgabe des Steuerbescheids einwilligen. Dann können Sie das Dokument nur dort abrufen.
Vermeintliche Mail vom Chef
Eine Angestellte eines Pflegeheimes in Südthüringen ist Opfer einer relativ neuen Betrugsmasche geworden. Die Frau hatte eine E-Mail erhalten, die vermeintlich von ihrem Chef stammte. In dieser forderte er sie auf, mehrere Gutscheinkarten eines Smartphone-Anbieters im Wert von jeweils 100 Euro zu kaufen, weil er damit weitere Mitarbeiter überraschen wollte.
- Seien Sie misstrauisch!
- Geben Sie niemals Codes zu Gutscheinkarten per E-Mail oder am Telefon preis
- Kontrollieren Sie die E-Mail-Adressen auf ihre Richtigkeit und kontaktieren Sie Ihre Vorgesetzten persönlich, ob Kauf-Anweisungen von Ihnen stammen.
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Falsche Bankmitarbeiter, Polizisten oder Handwerker
Betrüger geben sich gerne auch als Polizisten, Bankmitarbeiter oder Handwerker aus. Falsche Polizisten warnen zum Beispiel bei Anrufen vor angeblichen Diebesbanden, die unterwegs seien. Die Kriminellen gaukelten den Angerufenen vor, dass bei ihnen eingebrochen werden könnte. In vielen Fällen bieten sie dann an, Bargeld oder andere Wertgegenstände abzuholen und sicher zu verwahren.
Vorsicht: Tatsächliche Polizisten stellen am Telefon keine Fragen zu Wertsachen und Bargeld!
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Täter geben sich auch gerne als Handwerker, Mitarbeiter bei Behörden oder Banken aus, um an Daten oder Erspartes ihrer Opfer zu gelangen. Zuletzt kam es in Thüringen zu mehreren Fällen, in denen sich Gauner als Mitarbeiter des Jugendamtes ausgaben. Sie drohten mit der Obhutnahme von Kindern und wollten sich Zugang zu Wohnungen verschaffen.
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Warnung vor falschen Mitarbeitern des Jugendamts
Der Landkreis Eichsfeld warnt vor falschen Mitarbeitern des Jugendamts. Derzeit gebe es Hinweise darauf, dass im Landkreis Personen unterwegs seien, die sich fälschlicherweise als Amtsmitarbeiter ausgeben, hieß es in einer Mitteilung.
Konkret sei ein Fall bekanntgeworden, in dem jüngst zwei Menschen bei einer Bewohnerin klingelten und sich unter Vorwand, vom Jugendamt zu sein, Zugang zur Wohnung verschafft hätten, sagte ein Sprecher des Landratsamtes auf Nachfrage.
Frau schöpfte Verdacht
Der Verlauf des Besuchs sei der betroffenen Frau seltsam erschienen und auf Nachfrage beim Jugendamt sei ihr erklärt worden, dass bei ihr kein Hausbesuch geplant gewesen sei. Es sei nicht klar, was die beiden Betrüger wollten und um wen es sich bei ihnen handelte, so der Sprecher. Gemeldete Fälle mit falschen Jugendamtsmitarbeitern seien zwar eine Ausnahme, es könne aber eine Dunkelziffer geben, so der Sprecher.
Dienstausweise prüfen
Entsprechend empfehle das Jugendamt, zunächst Dienst- und Personalausweise zu prüfen, die alle Mitarbeitenden des Jugendamts mit sich führen. Im Zweifelsfall sollte das Jugendamt direkt angerufen werden, um zu klären, ob tatsächlich ein Hausbesuch geplant sei.
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Love-Scamming – Betrug mit vorgetäuschter Liebe
Bei dieser Masche versuchen Betrüger mittels gefälschter Profile in sozialen Medien eine Beziehung aufzubauen, um an Geld zu kommen.
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Die Polizei warnt: „Die unter den Namen ‚Love Scamming‘ oder ‚Romance Scamming‘ bekannten Betrugsmaschen sind die moderne Form des Liebesschwindels.“ Die Täter erstellen auf Online-Plattformen gefälschte Profile und spielen den Opfern auch über lange Zeiträume die große Liebe vor, mit dem Ziel, das Opfer zu Geldzahlungen zu bewegen. Es gibt sogar Formen, in denen sich Gauner als Promis ausgeben. Im Januar 2024 hat eine Erfurterin 95.000 Euro verloren, weil sie auf ein Treffen mit Hollywood-Star Henry Cavill hoffte. Sie wurde bitter enttäuscht.
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Quishing
Auch falsche QR-Codes werden von Betrügern genutzt, um Daten oder Geld zu stehlen. Kriminelle kleben sie an Ladesäulen und auf Parkautomaten, verteilen falsche Strafzettel und hängen Plakate in Bussen und Bahnen auf. Auch in Briefen werden gefälschte QR-Codes verschickt. Die Verbraucherzentrale rät: Schützen Sie sich, indem Sie einen QR-Code nur dann scannen, wenn Sie sich über dessen Echtheit sicher sind und vorher prüfen können, wo er hinführt.
Sextortion: Erpressung mit intimen Fotos oder Videos
Erpresser nutzen intime Aufnahmen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen: Fremde Täterinnen und Täter treten dabei oft über soziale Netzwerke, Datings-Apps oder Gaming-Chats gezielt mit auch jungen Opfern in Kontakt. Um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen, täuschen sie Gemeinsamkeiten vor, geben etwa vor, die gleichen Interessen zu haben. Die anfangs lockeren, freundschaftlichen Chats verlagern sie dann häufig nach kurzer Zeit in andere Kanäle wie etwa Messenger-Dienste. Aus einfachen Gesprächen entstehen später Forderungen nach Nacktbildern oder -videos, warnen die Experten. Haben die Täter intime Aufnahmen erhalten, erpressen sie die Betroffenen mit der Drohung, die Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Die Forderungen der Täterinnen und Täter: Geldzahlungen oder weitere Aufnahmen.
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So sollten sich Betroffene verhalten:
„Melden Sie Vorfälle immer der Polizei. Nur so kann diese weitere Fälle verhindern“, so Martina Plackmann, Expertin für Prävention bei ProPK. Sie rät außerdem davon ab, den Forderungen von Täterinnen und Tätern nachzukommen: „Meist hören diese auch danach nicht auf.“ Stattdessen sollten Betroffene den Kontakt umgehend abbrechen und den jeweiligen Chat- oder Plattformbetreiber informieren und die Löschung der kompromittierenden Inhalte einfordern.
Vorsicht vor gefälschten Deutschlandtickets
Auch beim Kauf eines Deutschlandtickets ist Vorsicht geboten. Betrüger bieten diese zum Beispiel über Fake-Shops an oder locken mit billigeren Preisen. Nach der Zahlung wird das Ticket entweder nicht geliefert - oder im Zug nicht anerkannt. In einem jüngsten Fall aus Thüringen haben Bahnreisende eine böse Überraschung erlebt:
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Die Bundespolizei rät bei Ticketkäufen im Internet, auf die geläufigen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Verkehrsverbunde zurückzugreifen. Außerdem: „Bringen Sie dubiose Angebote unbedingt zur Anzeige!“
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Diese Tipps sollten Sie beachten:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
- Seien Sie skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
- Große Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Paypal melden sich nicht per Telefon, wenn man nicht gerade einen Rückruf angefordert hat
- In E-Mails und Kurznachrichten, die Handlungsdruck erzeugen oder Emotionen wie Neugierde schüren, sollte man keine Links anklicken oder antippen und keine Anhänge öffnen.
- Wer immer wieder von bestimmten Nummern belästigt wird, kann diese etwa im Smartphone blockieren. Es ist auch sinnvoll, solche Nummern bei der Bundesnetzagentur zu melden.
- Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
- Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
- Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
- Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
- Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt) oder ganz weg. So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen.
- Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.
(mit dpa)




















