Nachdem der Einsatz eines Löschhubschraubers auf dem ehemaligen Tagebaugelände bei Meuselwitz am vergangenen Wochenende nicht die gewünschte Wirkung erzielte, hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) am Dienstag das weitere Vorgehen festgelegt.
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Verbreiterung der Brandschutzschneise
Oberstes Ziel sei derzeit, die Ausbreitung des Brandes nach außen und damit das Übergreifen auf benachbarte Flächen zu verhindern. Dafür werde die bereits errichtete, 10 Meter breite Brandschutzschneise rund um die brennende Fläche um 20 Meter erweitert, sodass ein 30 Meter breiter Schutzstreifen entstehen soll. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Landesforstverwaltung ThüringenForst. Der Schutzstreifen hat den Angaben zufolge eine Länge von etwa einem Kilometer. Eine erste Firma hat bereits am Dienstag mit den dafür notwendigen Holzungen begonnen, so die LMBV. Weitere Firmen sollen in den kommenden Tagen die Arbeiten unterstützen. Bereits vergangene Woche war eine bis zu 1,60 Meter tiefe Furche parallel zur Brandschutzschneise gezogen und mit Wasser und Netzmitteln gefüllt worden.
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Provisorische Rohrleitungen zur Flutung der Fläche in Vorbereitung
Zur Bekämpfung des unterirdischen Brandes soll das Kohletrübebecken kontrolliert mit Wasser geflutet werden. Die LMBV arbeitet daran, dass „schnellstmöglich zwei provisorische Rohrleitungen vom Restloch Zipsendorf über eine Strecke von rund vier Kilometern bis zum Brandort verlegt werden können“. Die Einholung der erforderlichen Zustimmungen der rund 30 betroffenen Flächeneigentümer habe bereits begonnen; die bisherigen Rückmeldungen seien durchweg positiv.

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„Darüber hinaus müssen für den Leitungsverlauf eine Bahntrasse sowie eine Kreisstraße gequert werden. Die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Stellen laufen bereits. Parallel dazu laufen Vorbereitungen, um einen Brunnen in unmittelbarer Nähe des Kohletrübebeckens zu bohren, um eine dauerhafte Wasserverfügbarkeit herzustellen, ohne das öffentliche Wassernetz zu belasten“, so die LMBV.
Nach Fertigstellung der zwei Rohrleitungen wäre es möglich, rund 560 Kubikmeter Wasser pro Stunde in das Kohletrübebecken zu leiten. Mit dieser Wassermenge soll das acht Hektar große Areal geflutet werden, was bis zu 20 Tage dauern kann. Die LMBV geht aktuell auf mögliche Auftragnehmer zu.
Brandherde verlagern sich und Flammen immer wieder auf
Durch den Einsatz eines Löschhubschraubers am Wochenende konnte die Rauchentwicklung nur kurzzeitig reduziert werden. Die Auswertung der Drohnenaufnahmen mit Wärmebildkamera zeigte, dass tieferliegende Schichten nicht gelöscht werden konnten. Es sei daher kein weiterer Einsatz eines Löschhubschraubers geplant.
Die Hauptprobleme vor Ort sind weiterhin die eingeschränkte Verfügbarkeit von Wasser und dass die betroffene Fläche nicht betreten werden kann. Zudem sei das Brandereignis sehr dynamisch. Die Brandherde verlagern sich immer wieder und flammen an verschiedenen Stellen auf.
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Der Brand auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaugebietes Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Oberflächlich konnte er inzwischen zwar weitestgehend gelöscht werden, unterirdisch schwelt er jedoch auf einer Fläche von acht Hektar weiter.
red






