Normalerweise kennt man Ronja Forcher aus dem Fernsehen, wo sie als Schauspielerin, Moderatorin und Sängerin viele Zuschauer begeistert. Doch die Frau, die mit ihrer warmherzigen Art vor der Kamera punktet, ist Anfang des Jahres auch in die Welt der Bücher eingetaucht.

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Mit ihrem Buch „Für immer an meiner Seite“, das im März 2025 erschienen ist, erzählt sie eine Geschichte, die sie sonst immer hinter der Kamera verborgen hat. Es ist ihre Geschichte. Und die ihrer besten Freundin und „großen Schwester“ Sarah. Eine Geschichte von echter Freundschaft, Dankbarkeit und unendlicher Liebe.

Und die Geschichte ist seit Jahren in ihr gereift. „Ich schreibe für mein Leben gern. Seit ich ungefähr 12 bin, schreibe ich meine eigenen Geschichten, die allerdings nie jemand lesen durfte. Weder meine Eltern noch mein Mann“, erzählt Ronja Forcher.

Erst während des Corona-Lockdowns hat sie im Rahmen eines kreativen Schreibkurses die Aufgabe bekommen, ein Kapitel von der Familie oder Freunden lesen zu lassen, welches sie dann an ihren Mann Felix geschickt hat. „Ich schätze seine Meinung sehr und als er mich drei Stunden später angerufen hat, habe ich gemerkt, dass ich doch ernsthaft darüber nachdenken kann, mein Buch zu veröffentlichen“, erklärt sie.

Jeder Anfang ist schwer

„Die erste Version des Buches hatte etwa 80 Seiten“, erinnert sich die Autorin. „Aber es ist nicht so einfach. Ich wusste nicht: Wo fängt man an? Außerdem hatte ich dann im Hinterkopf, dass es nicht mehr nur für mich ist, sondern auch andere Menschen das Buch lesen.“

„Meine Lektorin hat mir bei diesem Prozess allerdings sehr geholfen und auch mit Felix habe ich mich viel ausgetauscht. Er hat mir immer wieder einen Spiegel vorgehalten“, sagt sie auch. Dagegen fielen die Widmungen zwei Tage vor Abgabe des Manuskriptes wesentlich leichter. „Dort habe ich gar nicht mehr daran gedacht, dass dies auch andere Menschen lesen werden. Und diesen Moment, als ich all die Widmungen geschrieben habe, habe ich noch ganz detailliert in meinem Kopf.“

Die eigenen Entwicklungen, Erfahrungen und Erkenntnisse sind der Autorin, Schauspielerin und Sängerin erst im Nachhinein aufgefallen. „Während des Schreibprozesses hab ich nochmal so viel über mich selbst gelernt. Und auch gelernt, sanfter mit mir selbst umzugehen, mehr Verständnis und Geduld mit mir zu haben und nicht zu hart zu sein“, erklärt die 29-Jährige.

Geschichte mit wichtigen Botschaften

Das Buch von Ronja Forcher erzählt jedoch nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern auch die gemeinsame Geschichte mit Sarah. Sie vermittelt sehr eindrücklich, wie wertvoll das Leben ist und welche großen Unwahrscheinlichkeiten dahinterstecken. Gleichzeitig möchte sie den Blick für das Wesentliche schärfen. „Man sollte sich nicht auf Äußerlichkeiten festlegen und andere Menschen danach beurteilen, denn das ist nicht wichtig.“

Nachdem die 29-Jährige zehn Jahre kaum über ihren Verlust und ihre Zeit mit Sarah gesprochen hat, ist es ihr heute umso wichtiger, auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei gibt es keinen Tag, an dem es ihr besonders schwerfällt, darüber zu sprechen.

„Ich freue mich jedes Mal, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, denn wir können so viel von den Menschen, die nicht der Norm entsprechen, lernen. Es sollte nicht ihre Aufgabe sein, Inklusion und Sensibilität zu schaffen, denn es ist unsere.“

Auch die Unwahrscheinlichkeiten spielen in dem Buch der Sängerin und Schauspielerin eine große Rolle. „Welcher Zufall ist es, dass ich diese Plattform bekomme, Menschen unsere Geschichte erzählen darf und sie auch noch zuhören“, erklärt sie.

Die Lesetour auch im Eichsfeld

Genau diese Geschichte erzählt die Autorin, Sängerin und Schauspielerin nicht nur im März auf ihrer ersten Lesetour, sondern auch jetzt. „Zu Beginn hatte ich natürlich Angst, weil es kein Thema war, welches Menschen sonst mit mir in Verbindung gebracht haben. Denn sonst kannte man mich nur durch den ‚Bergdoktor‘ und meine Musik“, erklärt Ronja Forcher.

Doch von Anfang an haben ihr Steffen Preiß und das Eichsfeld viel Vertrauen entgegengebracht. „Innerhalb von sieben Minuten war die Lesung im März ausverkauft. Der Zusatztermin nach elf Minuten“, erinnert sie sich. „Alle waren unglaublich liebevoll, herzlich und aufmerksam. Wir haben uns alle direkt geduzt. Es war sehr ähnlich wie in Tirol.“

Auch die Lesungen am Donnerstag, Freitag und Samstag waren direkt ausverkauft. Zusätzlich gibt die Autorin auch eine Signierstunde in der Bücherwelt in Leinefelde am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr. „Es ist so schön zu sehen, wie bedingungslos meine Geschichte angenommen wird.“