Nach monatelanger Vorbereitung fiel für die Närrinnen und Narren des Kirchworbiser Carneval Clubs (KCC) am vergangenen Samstagabend der Startschuss in die Karnevalssaison, die in diesem Jahr ganz unter dem Motto „Das Land ist grün, die Stadt ist grau – wir machen‘s bunt und rufen Helau!“ steht. Pünktlich um 19.30 Uhr zogen der Elferrat, die Funkengarde sowie die Jugendgarde gemeinsam in den Gemeindesaal ein.

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Nach der Begrüßung des treuen Publikums aus nah und fern durch Sitzungspräsident Stefan Varges eröffnete die Funkengarde unter Leitung von Sylvia Weinrich mit ihrem Funkentanz das närrische Programm, berichtet die Vorstandsvorsitzende Annett Weber.

Danach sorgten die elfjährige Nachwuchsbüttenrednerin Helena Sauer und Annegret Hucke mit ihren humorvollen Anekdoten für viele Lacher. Als „Oma und Enkelin“ berichteten sie von ihrem Einkaufsbummel in einer Leinefelder Drogerie inklusive eines harmlosen Niesanfalls und kreativer Ideen für den nächsten Einkauf angesichts der aufgebrauchten Toilettenpapiervorräte.
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Zehnjährige tanzt sich in die Herzen des Publikums
Der dann folgende Auftritt der zehnjährigen Annemarie Claus war für die Kirchworbiser Narren etwas ganz Besonderes, sagt Annett Weber. Nach vielen Jahren konnte der Verein erstmals wieder ein Funkenmariechen präsentieren, das von dem Mutter-Tochter-Duo Leni und Sylvia Weinrich trainiert wurde und mit ihrem tänzerischen Können die närrischen Zuschauer begeisterte.

Viola Strube begrüßte ihrerseits als „Narr des KCC“ die Gäste, die das Glück hatten, eine der heiß begehrten Karten für den hiesigen Karneval zu ergattern, und fragte augenzwinkernd, wann das EU-Parlament in Brüssel sich endlich um die richtige Bezeichnung der Teewurst kümmern würde.
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Der nächste Programmpunkt stand ganz im Zeichen des Rennsports. Als „Racing Kids“ starteten die 16 Mitglieder des Kinderballetts ihre Motoren und zeigten dem staunenden Publikum, dass schon die jüngsten Tänzer einen rasanten Jump-Style auf die Bühne bringen können.

Mit Herz und Charme plauderte laut Annett Weber der „Sunnyboy des KCC“, Nicki Dransfeld, über seine Ausbildung zum Koch, seinen Lieblingsverein, den Nebenjob als Verkäufer und sein Leben im Elternhaus. Mit seinem Vater Jens sorgte er als „Lispelduo“ mit einem Lied über den Heimatort für einen besonders emotionalen Moment.
Als Bruder Tack überbrachte Jens Dransfeld schließlich den treuen Gästen den Segen des Bischofs, unterhielt mit seinen kleinen Seitenhieben in Richtung Politik und hieß Sebastian Schneegans als Blumenmann auf der Bühne willkommen, was mit rasendem Beifall gefeiert wurde.

Die Jugendgarde um Trainerin Julia Kaufung bewies zudem einmal mehr, dass die Gerstenbärter glücklicherweise keine Nachwuchssorgen haben. Und Yvonne Birkefeld als „Frau Birkefeld“ unterhielt mit ihrem Vorsatz für das neue Jahr, „sich nicht mehr verrückt zu machen“, ihren Erfahrungen mit so mancher Diät und einem lang geplanten romantischen Abend mit dem Ehemann, was mit Lachtränen honoriert wurde.
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Das KCC-Ballett, seit über zwei Jahrzehnten von Antje Klingebiel trainiert, visualisierte mit seiner tänzerischen Darbietung beeindruckend das diesjährige Motto. Die 16 Tänzerinnen verkörperten mit Charme und Spirit das Thema Landkind Stadt vs. Stadtkind Natur und wurden mit tosendem Applaus belohnt.
Ein Feuerwerk auf der Faschingsbühne
Als nächster Punkt des über fünfstündigen Programms überraschte Robert Dölle nicht nur seine treuen Fans. Er, von seiner Anwesenheit selbst überrascht, ließ die begeisterten Zuschauer an seiner versehentlichen Rauchentwöhnung und seiner beim Optiker diagnostizierten Vorhautverkrümmung teilhaben und sorgte für wahre Lachsalven.
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Mit einem wahren Feuerwerk an Bewegung und Power stürmte das KCC-Showballett die Bühne, eröffnete mit ihrem ausdruckstarken Tanz ihre „Wikingerschlacht“ und schuf so eine Atmosphäre voller Kraft und Spannung, erzählt Annett Weber.
Der Elferrat des KCC brachte unter Leitung von Edgar Klingebiel musikalische Legenden wie Elvis Presley, Freddie Mercury, Michael Jackson, Ozzy Osbourne, Roger Whittaker, die Beatles, Karat sowie Rio Reiser auf die heimische Bühne und faszinierte das Publikum mit einem authentischen Auftritt.
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Der letzte Auftritt des Abends gehörte traditionell dem Männerballett. Die Herren um Coach Christian Ziegenfuß folgten dem Ruf der Berge und entführten die Anwesenden mit ihrer Bühnenpräsenz, der Show und akrobatischen Einlagen vom Tal in die Berge. Nach dem gemeinsamen Finale verabschiedeten sich die Kirchworbiser Narren von ihrem treuen Publikum und überließen das Zepter der Haus- und Hofband Timeless, die den Abend musikalisch abrundete.
red/sma











