Es war ein Anblick, der die Bewohnerinnen und Bewohner von Leinefelde in den vergangenen Tagen zu wilden Spekulationen in den sozialen Netzwerken verleitet hat. Zwei Fenster im Obergeschoss des Arbeitsamtgebäudes in der Siemensstraße erstrahlten Abend für Abend in einem auffällig magentafarbenen Licht.

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In dem Gebäude befinden sich unter anderem auch die Büros des Fachamtes für Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und Kultur der Stadt Leinefelde-Worbis. Schnell machte die Beobachtung die Runde, Bilder wurden auf Facebook geteilt.
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In einer sogenannten „Stadtgespräch-Gruppe“ auf Facebook überschlugen sich die Theorien: Von einer illegalen Cannabis-Plantage bis zu einer spontanen Partynacht war dabei fast alles vertreten. Doch die Wahrheit hinter dem geheimnisvollen Leuchten ist weit unspektakulärer.
LED-Lichter fördern Pflanzenwachstum für die Gartenschau
„Hinter dem ungewöhnlichen Lichtschein verbirgt sich keine illegale Pflanzenzucht, sondern ganz einfach die Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2026“, erklärt René Weißbach, Pressesprecher der Stadt Leinefelde-Worbis. Um zur Eröffnung der Landesgartenschau am 23. April ansprechend bepflanzte Hochbeete auf den Balkons des Blumenblocks präsentieren zu können, wurden verschiedene Pflanzen bereits vorgezogen.
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Salat, Rote Bete, Tomaten und weitere Gewächse wuchsen dabei unter dem Schein stromsparender LED-Spezialleuchten heran, deren charakteristisches magentafarbenes Licht nach außen hin für die Verwirrung gesorgt hatte.
Da die anhaltenden Minusgrade der vergangenen Wochen eine Anzucht direkt im Blumenblock zunächst nicht zuließen, wurde kurzerhand ein Büro in der Siemensstraße zur provisorischen Pflanzen-Kinderstube umfunktioniert. Gesteuert wurde das besondere Licht per Zeitschaltuhr, sodass die jungen Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen gedeihen konnten. Inzwischen sind sie in den Blumenblock umgezogen – benötigen dort aber weiterhin die Unterstützung von Wärmelampen, bis die Außenbedingungen dauerhaft stabil genug sind.
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Ganz im Verborgenen blieb das ungewöhnliche Licht übrigens nicht. Die Eichsfelder Polizei war laut Weißbach frühzeitig über die besondere Lichtquelle informiert worden, um mögliche Nachfragen aus der Bevölkerung rasch klären zu können.
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Am Ende bleibt damit festzuhalten: Nicht hinter jedem rätselhaften Lichtschein in einem Verwaltungsgebäude steckt ein Kriminalfall. Manchmal wächst dort einfach nur die Vorfreude auf ein großes Stadtfest, wie die Landesgartenschau, so Weißbach.
red/sg




























