Große Freude herrscht bei der Raphael-Gesellschaft in Heiligenstadt. Erst vor wenigen Wochen durfte diese verkünden, dass sich Sportler für die Nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland qualifiziert haben, da gibt es schon die nächste große Überraschung: Zwei hiesige Athleten haben den Sprung auf die internationale Bühne geschafft, berichtet Sprecherin Melanie Dombrowski.

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Mit Trainingsfleiß, sportlichem Ehrgeiz und Mut hätten sie sich für zwei internationale Wettbewerbe qualifiziert. Für die Sportler, ihre Trainer und die gesamte Gesellschaft sei das ein Meilenstein und ein starkes Zeichen dafür, wie erfolgreich sich der inklusive Sport entwickelt habe.

Einer der Athleten ist Kai Schröder, ein Läufer aus Leidenschaft. Er wird in diesem Jahr bei den Special Olympics Sweden Invitational Games in Malmö an den Start gehen und die Raphael-Gesellschaft in der Leichtathletik vertreten. „Kai ist in den Eichsfelder Werkstätten beschäftigt und arbeitet im Bereich der Gärtnerei. Derzeit unterstützt er auf einem Außenarbeitsplatz im Rahmen der Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis“, so Melanie Dombrowski.

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Wer ihn kenne, schätze ihn als hilfsbereiten, freundlichen und engagierten Menschen. Und auch sportlich zeige Kai Schröder seit Jahren großen Einsatz. Er nimmt regelmäßig an Laufveranstaltungen des Eichsfeld-Cups teil und konnte dabei bereits zahlreiche Erfolge und Medaillen für sich verbuchen.

Zum Bowlen geht es nun nach Hongkong

Eine weitere freudige Nachricht ging an Lukas Fromm. Er hat sich laut der Sprecherin für die Special Olympics East Asia Regional Bowling Competition in Hongkong qualifiziert. Lukas Fromm besucht derzeit den Berufsbildungsbereich der Eichsfelder Werkstätten und hat sich insbesondere im Arbeitsbereich der Küche sehr gut eingelebt, erzählt sie. Dort überzeuge er mit Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und großem Engagement.

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„Auch im Sport ist Lukas vielseitig aktiv. Er unterstützt die Fußballmannschaft und die Floorballmannschaft, ist Teil des Leichtathletikteams und hat vor Kurzem zudem sein Talent im Bowling entdeckt“, sagt Melanie Dombrowski.

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Mit seinen starken Leistungen beim Bowlingwettbewerb von Special Olympics Thüringen habe er nun den nächsten großen Schritt geschafft und sich für den internationalen Wettbewerb in Hongkong bewiesen.

Weit mehr als nur eine sportliche Auszeichnung

„Für beide Athleten sind diese Qualifikationen weit mehr als nur eine sportliche Auszeichnung. Die internationalen Wettbewerbe bieten ihnen die besondere Chance, sich mit anderen Athleten zu messen, neue Erfahrungen zu sammeln und die Welt des Sports noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen“, meint Dombrowski.

Gleichzeitig eröffne sich die Möglichkeit, andere Länder zu bereisen, neue Menschen zu treffen und internationale Wettkampfatmosphäre zu erleben.

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Dass diese Entwicklung möglich geworden ist, ist auch dem Engagement von Norbert Jünemann zu verdanken, betont sie. Der Mitarbeiter im begleitenden Dienst der Eichsfelder Werkstätten begleitet die sportliche Entwicklung der Athleten von Anfang an. Er fördere die Sportler nicht nur im Training, sondern übernehme auch die organisatorischen und administrativen Aufgaben rund um Meldungen, Anträge und Wettkampfvorbereitungen.

Dazu kommen laut Dombrowski weitere Mitarbeiter der Gesellschaft, die mit Einsatzbereitschaft und Herzblut die Sportler im Trainingsalltag begleiten würden. Sie förderten ihre sportliche Entwicklung und stünden ihnen weit über den Arbeitsalltag hinaus zur Seite.

„Viele bringen sich dabei nicht nur im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit ein, sondern unterstützen die Athleten zusätzlich mit ehrenamtlichem Engagement. Dieses Zusammenspiel aus fachlicher Begleitung, persönlicher Motivation und Begeisterung für den Sport ist ein wichtiger Baustein für die positiven Entwicklungen“, so Dombrowski.

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Nicht unerwähnt lässt sie, dass dieser Weg auch von Special Olympics Deutschland unterstützt wird, wo das sportliche Weiterkommen der Athleten aufmerksam begleitet und gefördert werde.

„Die Qualifikation für Schweden und China zeigt eindrucksvoll, welche Entwicklung die Sportler der Raphael-Gesellschaft genommen haben“, erklärt die Sprecherin. Nach der Freude über die Teilnahme an den Nationalen Spielen im Saarland folge nun der nächste große Schritt: die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

Die Raphael-Gesellschaft ist stolz auf die beiden Sportler, denn die Erfolge von Kai Schröder und Lukas Fromm stehen beispielhaft für das, was mit Förderung, Gemeinschaft und Begeisterung möglich ist. „Ihr Weg macht Mut, begeistert andere und zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in inklusivem Sport steckt“, so Dombrowski.

red/sma