Halloween wird im Landkreis Eichsfeld immer beliebter. Kinder und Jugendliche verkleiden sich, schminken sich zum Teil aufwendig und ziehen dann durch die Straßen, um an den Haustüren „Süßes oder Saures“ zu verlangen. Dabei geht es vor allem um den Spaß an einem Brauch, der seine Wurzeln im keltischen Fest Samhain hat.

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Doch in Wintzingerode, einem Ortsteil der Stadt Leinefelde-Worbis, haben einige Kinder eine gefährliche Entdeckung gemacht, als sie ihre gesammelten Süßigkeiten auspacken und naschen wollten. In mehreren Süßwaren befanden sich Metallnadeln. Das teilt die Polizei mit, die die Ermittlungen aufgenommen hat und eindringlich alle Eltern in der Region warnt.

Woher genau die präparierten Naschereien stammen, ist nach Angaben der Polizei derzeit noch unklar. Die Kinder hatten an Halloween an zahlreichen Haustüren geklingelt. Deshalb lässt sich die Herkunft der betroffenen Süßwaren bisher nicht genauer eingrenzen.

Süßigkeiten gezielt mit Fremdkörpern präpariert

Aufgrund der Gesamtumstände muss nach Einschätzung der Polizei davon ausgegangen werden, dass die Fremdkörper absichtlich in die Süßigkeiten eingebracht wurden, um Verletzungen herbeizuführen.

Die Ermittler haben deshalb ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Die Polizei ruft Eltern dazu auf, die gesammelten Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder vor dem Verzehr lückenlos zu überprüfen.

Mit Samhain wurden in Irland und Teilen Großbritanniens das Ende der Erntezeit und der Beginn des Winters gefeiert. Nach altem Glauben war in dieser Nacht die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders durchlässig. Verkleidungen sollten umherziehende Geister abschrecken oder täuschen.

So entstand der Brauch rund um Kürbisse und Halloween

Der Name Halloween geht auf „All Hallows’ Eve“ zurück, den Abend vor Allerheiligen am 1. November. Im katholisch geprägten Eichsfeld folgt auf den Halloween-Abend damit einer der wichtigen kirchlichen Feiertage.

Irische Auswanderer brachten die Bräuche im 19. Jahrhundert in die USA. In Irland wurden ursprünglich Rüben ausgehöhlt und mit Kerzen beleuchtet. Dahinter steht die Sage vom Iren Jack, der den Teufel überlistet haben soll und seitdem mit einer glühenden Kohle in einer ausgehöhlten Rübe umherwandert. In Amerika nahm man stattdessen Kürbisse. Daher stammt der Name „Jack O’Lantern“.

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In den USA entstand auch der Ruf „Trick or Treat“, auf Deutsch „Süßes oder Saures“. In Deutschland verbreitete sich das Fest vor allem seit den 1990er-Jahren und gehört inzwischen auch im Eichsfeld für viele Kinder fest zum Herbst.