Laut und schrill wurde es am Donnerstag um 11 Uhr zum bundesweiten Warntag. Egal, ob das Handy vorab lautlos gestellt war, auch unabhängig davon, ob man eine Warn-App installiert hat oder nicht: Die Warnung erschien auf nahezu jedem Smartphone, das nicht im Flugmodus war. Auch die Sirenen ertönten bundesweit, in der Landeshauptstadt waren das zwei mobile Sirenen und sieben feste.

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„Wir haben in Erfurt derzeit 21 Sirenen, allerdings haben 14 nicht den Warnton zur Warnung der Bevölkerung, sondern nur den Ton für Feuer. Deswegen haben wir diese nicht angesteuert, sondern nur sieben“, erklärt Feuerwehrsprecher Lars Angler. In der Leitstelle geschah das per Mausklick im Einsatzleitsystem. Die Autos mit den beiden mobilen Sirenen waren vor der Bachstelze an der Gerabrücke und in der Motzstraße positioniert. Damit sollte in den hochwassergefährdeten Gebieten getestet werden, ob sie zu hören sind.

Das alte, bekannte Problem: In der Innenstadt war keine Sirene zu hören. Das soll sich bald ändern. „Es ist geplant, noch in diesem Jahr mehrere feste Sirenen in der Stadt zu installieren, zum Beispiel in der Warsbergstraße, im Steigerwaldstadion und im Gefahrenabwehrzentrum Süd. Wenn wir dann eine Sirene in der Warsbergstraße und in der Multifunktionsarena haben, kann die Innenstadt fast gänzlich beschallt werden“, erklärt Lars Angler. Für den nördlichen Teil der Stadt soll die Nordwache ebenso eine Sirene erhalten, so dass vor allem Wohngebiete wie Marbach, der Moskauer Platz und Berliner Platz erreicht werden.
Letztendlich ist das Ziel, in einigen Jahren flächendeckend Sirenen zu installieren. Dazu werden weitere Berechnungen nötig, wie sich der Schall ausbreitet. Danach richtet sich der Standort der Sirenen.
Zudem sollen im kommenden Jahr die bestehenden Sirenen digital umgestellt werden, damit sie alle dann den Warnton abgeben können. Wie sich dieser Warnton anhört, kann hier getestet werden.
Zum fünften Mal fand der bundesweite Warntag statt. Auf den digitalen Stadtinformationstafeln wurde die Warnung ebenso angezeigt, auch auf den Anzeigetafeln der Erfurter Verkehrsbetriebe, als Textinformationen in Radio und Fernsehen sowie über Durchsagen und Warnmeldungen an Bahnhöfen. Diese wurden über das zentrale modulare Warnsystem „Mowas“ angesteuert.
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Manches Handy bekam die Meldung nicht, aber immerhin eine Warnung per SMS. Denn das sogenannte „Cell Broadcasting“ setzt voraus, dass die Geräte ein aktuelles Softwareupdate haben und unter den Geräteeinstellungen der Erhalt von Warnmeldungen aktiviert ist. Auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kann man nachschauen, ob das eigene Handy für diese Technik geeignet ist.





