Im östlichen Teil der Defensionskaserne auf dem Erfurter Petersberg liegt neuer Fußboden, die Elektrik und ein flexibles Beleuchtungssystem ist installiert. Außerdem gibt es Breitband-Internet in den Räumen, die lange Zeit umstritten und in ihrer ursprünglichen Konzeption als „Pop-Up-Ausstellungshalle“ für viel Kritik am federführenden Kulturdirektor Christian Horn gesorgt hatte.

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Die rund 600 Quadratmeter große Fläche, auf der künftig wechselnde kulturelle Veranstaltungen und Projekte ihren Platz finden sollen, ist laut einer Information der Stadtverwaltung nun vorbereitet für die „Welt der Versuchungen“. Die Wände der gewölbeartigen Räume im Obergeschoss indes sehen unverändert aus: Sie wurden weitestgehend im ursprünglichen Zustand belassen und sorgen so für ein atmosphärisches Raumerlebnis, wie es in der Pressemitteilung heißt. Die untere Etage, die künftig etwa für Workshops und Arbeitsplätze genutzt werden kann, wurde frisch gestrichen. Toiletten und ein Fahrstuhl stehen zur Verfügung.

Defensionskaserne
Die städtischen Ausstellungsräume in der Defensionskaserne auf dem Erfurter Petersberg versprechen ein „athmosphärisches Raumerlebnis“ - sie sind im ursprünglichen Zustand belassen worden. © Stadtverwaltung Erfurt | Daniel Santana

Konsum von Cannabis ist das erste Ausstellungs-Thema

Die Räume wurden gemäß einem Stadtratsbeschluss vom 25. Juni 2025 für etwa 250.000 Euro saniert. Diese Summe war einst allein für das Lichtkonzept im Gespräch gewesen. Der Disput darüber hatte den Stadtrat dazu veranlasst, die Umsetzung der ursprünglichen Pop-Up-Pläne zu stoppen. Künftig soll die Fläche für wechselnde kulturelle Veranstaltungen und Projekte zur Verfügung stehen, heißt es nun über die Zukunft der 600 Quadratmeter, die bereits zu Jahresbeginn von der Stadt angemietet wurden und seither auf eine Nutzung warten.

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Als erster Aussteller zieht im Oktober die Stiftung „Welt der Versuchungen“ mit dem Ausstellungsprojekt „Only good vibes?“ in die frisch sanierten Räume auf dem Petersberg. Das vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Projekt beleuchtet verschiedene Perspektiven rund um den Konsum von Cannabis. Die Eröffnung ist für den 23. Oktober geplant. Weitere Ausstellungen für das kommende Jahr seien bereits in Planung.

red/fk