Einen neuen Rekord für die zurückgelegte Strecke im Schotterbett stellte ein Autofahrer in Erfurt am Gothaer Platz auf. Am Morgen des Samstag (4. Oktober) gegen 4.05 Uhr, vermutlich an der Kreuzung Bonifaciusstraße/Bonemilchstraße verwechselte der Fahrzeuglenker die Straße mit dem geschotterten Gleisbett der Straßenbahn und fuhr hier in das Gleisbett ein. Erst nach ca. 120 Metern kam das Fahrzeug, wie die Polizei am Sonntag berichtet, an der Haltestelle Gothaer Platz zum Stehen und es ging weder vor noch zurück.

Beide Insassen stark betrunken

Eine Zeugin meldete den Unfall der Polizei. Als die Beamten am Ort des Geschehens ankamen, wurde als Lenkerin eine Frau angegeben. Ein Vortest auf Alkohol erbrachte bei ihr einen Wert von 1,76 Promille. Eine Zeugin erkannte jedoch einen Mann als den infrage kommenden Fahrer. Auch dieser hatte jedoch mit 1,60 Promille reichlich Alkohol intus.

Mehr Nachrichten aus Erfurt

Um die Einschränkungen des Nahverkehrs zu minimieren, wurde das Fahrzeug per Abschleppwagen aus dem Gleisbett gehievt. Die Beschädigungen sind noch nicht abschließend festgestellt. Im Gleisbett wurde u. a. ein Gullydeckel aus der Verankerung gerissen und Halterungen beschädigt.

Polizei sammelt Hinweise, wer gefahren ist

Um ermitteln zu können, wer nun das Auto ins Gleisbett gesteuert hat, wurden u.a. die eingestellte Sitzpositionen vermessen und fotografiert. Da beide Personen derzeit als Fahrzeuglenker infrage kommen, wurden diese auf die Dienststelle gebracht. Hier erfolgte eine Blutentnahme. Die Beamten fertigten Anzeigen. Die Ermittlungen dauern an.