Die Abrisse des Inselgebäudes am Bahnhof oder des legendären Angerecks bewegen viele Erfurter noch heute. In zwei Beiträgen hat unsere Redaktion insgesamt zehn Verluste im Erfurter Stadtbild zusammengetragen. Darunter waren Fabrikgebäude, Mühlen und Freizeitorte. In einem Leseraufruf haben wir nach weiteren Häusern gefragt, die den Blumenstädter in Sachen „Das war dann mal weg“ in den Sinn kommen.
Zentralgaststätte auf Iga (*1961 – ✝1997)


Die Glashalle auf der Iga war seit der ersten Internationalen Gartenbauausstellung 1961 einer der Dreh- und Angelpunkte des Parkgeländes. Das Gebäude der „Zentralgaststätte“ samt der angrenzenden Rendevousbrücke hat bei vielen Erfurtern einen gewissen Kultstatus. Heute steht an gleicher Stelle und (ungefähr) in gleicher Grundform das Danakil-Haus, das viele Besucher anlockt. Wie es ursprünglich gedacht war, ist hier auch heute ein Restaurant ansässig.
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Jugend Tourist Hotel am Juri-Gagarin-Ring

Gleich mehrere Leser haben das Hotel „Tourist“ genannt, als unsere Redaktion nach Häusern fragte, die ihnen im Stadtbild fehlen. Über das Hochhaus am Juri-Gagarin-Ring sind wenig Fotos überliefert. Eine handvoll Aufnahmen zeigt das Hotel von außen, Innenaufnahmen sind nicht zu finden. In den frühen 1990er Jahren wurde das „Tourist“ abgerissen.
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Gasthaus Wilder Mann (*1852 – ✝1965) in der Johannesstraße


Der Künstler Jürgen Valdeig bringt auf unsere Anfrage nach historischen Gebäude-Verlusten den „Wilden Mann“ ins Spiel. Wie es seine Art ist, hat der Erfurter das Gasthaus auf Papier verewigt. Das historische Eckhaus an der Augustinerstraße war ein „Altdeutsches Speise- und Bierlokal“. Im Jahr 1965 wurde es abgerissen. Heute steht dort ein neues Gebäude, das im Erdgeschoss ein Café, das sich wieder „Zum Wilden Mann“ nennt, beherbergt.
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Huckel-Buckel-Rutsche im Rieth
Unsere Leserin Janette Günzel hat ebenfalls einen Verlust „gemeldet“. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Gebäude, sondern ein Wahrzeichen ganz anderer Art: „Wir vermissen unsere Huckel-Buckel-Rutsche (auch Riethrutsche genannt) im Rieth schmerzlich“, schreibt die Erfurterin in ihrem Leserbrief. „Generationen hatten Spaß und haben auch den ein oder anderen Sturz davon getragen. Aber wir haben sie alle überlebt... und nun steht da eine langsame neuzeitliche Spaßbremse in einem Schlammhügel“, schildert sie ihre Meinung.
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Ein Youtube-Video zeigt eine Rutschpartie, die den rasanten und luftigen Weg nach unten illustriert. Nichts für schwache Nerven!







