Die Krämerbrücke, der Anger und eine Straßenbahn – diese Orte gehören für die Erfurter zum Alltag. Der Digitalkünstler Andy Korg bietet mit einem Instagram-Video ganze neue Blicke auf diese Plätze und Alltagsdinge. Anhand historischer Originalaufnahmen erweckt er die Bilder zum Leben und kreiert eine kleine Zeitreise.
Der Eisenbahnunfall am Löbertor wird eingearbeitet
So authentisch wie bisher selten im Reich der vielen KI-Videos hat er die Aufnahmen von 1900 animiert. Eine Kutsche fährt vom alten Angerbrunnen Richtung Hauptpost, Männer mit Melonen und Zylindern gehen über die Straße und an der Krämerbrücke zeigt sich die auf Leinen aufgespannte Wäsche einiger Altstadtbewohner. Sogar das Eisenbahnunglück 1897 hat er eingearbeitet. Ein Bild, das vor allem geschichtsinteressierten Erfurtern ein Begriff ist und abseits der dekorativen Stadtansichten ein historisches Ereignis in der heutigen Landeshauptstadt war.
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Bei zwei Szenen können die Ortskundigen sogar mitraten, um welche Blickwinkel es sich wohl handeln mag. Eine Aufnahme mit einer „Stadt-Apotheke“ am Bildrand und eine schmale Gasse samt elektrischer Straßenbahn sind nicht sofort identifizierbar und haben dadurch einen ganz eigenen Reiz.
Erfurt ist beliebter als Berlin und Wien
Der Mediendesigner und Musiker hat sich allerdings nicht nur mit Erfurt beschäftigt. Sein Instagram-Profil zeigt zahlreiche solcher Clips, die in Städten auf der ganzen Welt spielen. Immer ist es die Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, die er visualisiert. Videos, die Graz, Bremen und Stuttgart zeigen, reihen sich neben New York, München und Amrum ein.
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Erfurt hat in diesem Konkurrenzfeld sogar sehr viel Aufmerksamkeit bekommen: 16.800 Mal wurde das Video bereits angeschaut (Stand 27.01.2026). Nur Nürnberg und Graz haben eine ähnliche Reichweite erreicht. Für Wien, Frankfurt und Berlin haben sich deutlich weniger Instagram-Nutzer interessiert.




