Wegen Streiks der Bus- und Bahnfahrer wird am Freitag (27. Februar) und Samstag der öffentliche Nahverkehr in Erfurt und vielen weiteren Städten Thüringens zum Erliegen kommen. Im Rahmen der angekündigten Kampfmaßnahmen geht die Gewerkschaft Verdi davon aus, dass an beiden Tagen keine Straßenbahnen und Stadtbusse fahren.
Gewerkschaft geht von großer Beteiligung aus
„Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erfurter Verkehrsbetriebe unserem Aufruf folgen“, sagt Gewerkschaftssekretär Nathanael Falk gegenüber unserer Zeitung. Im Kern geht es der Gewerkschaft bei den Verhandlungen mit den Thüringer Arbeitgebern im Nahverkehr um höhere Entgelte, niedrigere Arbeitszeiten und bessere Schichtzulagen. Unter dem Strich um eine Senkung der Arbeitsbelastung des Fahrpersonals.
Streik dauert gut 50 Stunden
Inzwischen bestätigen die Erfurter Verkehrsbetriebe, dass der Nahverkehr vollständig zum Erliegen kommen werde. So teilt die Evag mit, dass der Streik am Freitag um 3 Uhr beginnt und am Sonntag, 1. März, um 5.59 Uhr endet. Ab 6 Uhr werde der Fahrbetrieb schrittweise wieder aufgenommen, so ein Sprecher. „Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es in den frühen Morgenstunden noch zu einzelnen Verzögerungen kommen kann.“
Thüringen-Ausstellung betroffen
In Erfurt kommen so zwei Tage mit massiven Einschränkungen auf die Einwohner zu. Am Freitag sind Berufs- und Schülerverkehr betroffen. Am Samstag dürfte der Stillstand im Nahverkehr besonders die potenziellen Besucher der Thüringen-Ausstellung betreffen, die an diesem Tag auf der Messe beginnt.

Täglich
Der Newsletter für Erfurt
Alle wichtigen Informationen aus der Landeshauptstadt Erfurt, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Der Veranstalter der Messe, die Ram-Regio GmbH, reagiert derweil auf die zu erwartenden Probleme. „Wir kommen den Besuchern aus Erfurt und anderen Teilen Thüringens bei den Parkkosten entgegen, die nun gezwungen sind, das Auto zu nehmen“, sagt Geschäftsführerin Constanze Kreuser auf Anfrage. Statt acht Euro soll ein Parkticket jetzt fünf Euro kosten. Grundsätzlich stünden alle Parkplätze der Messe an diesem Tag zur Verfügung.
Aktionen in der Innenstadt
Wie Nathanael Falk weiterhin ankündigt, wollen die Beschäftigten der Evag am Freitag mit Aktionen in der Erfurter Innenstadt auf ihren Arbeitskampf und ihre Forderungen aufmerksam machen. So ist eine Kundgebung vor der Staatskanzlei fest geplant. In Vorbereitung sei auch eine Demonstration durch die Innenstadt.
Lesen Sie auch
Nicht betroffen sind von dem Ausstand die Überlandlinien, die von Firmen des Verbandes mitteldeutscher Omnibusunternehmen, bedient werden. Deren Busse fahren zum Teil auch Haltestellen im Stadtgebiet an.








