Das Unternehmen Saller Bau aus Weimar beginnt in Kürze mit dem Bau einer Markthalle auf dem früheren Schlachthof-Gelände in Erfurt. Die Fläche an der Leipziger Straße ist längst beräumt. Zuvor wird in Sallers Auftrag aber noch die restliche Brache beräumt, wo später ein städtischer Schulcampus und Wohnungen entstehen sollen.

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Am Dienstag nach Ostern (7. April) rieben Passanten ihre Augen: Der alte Wasserturm war plötzlich weg. Obwohl das Gelände seit Jahren nicht öffentlich zugänglich war, hatte der weithin sichtbare „Schlachthof-Turm“ das Stadtbild im Erfurter Osten mitgeprägt. Nur ein Sockel zeigte am Dienstagmittag noch, wo der Turm einmal stand.
Der Abriss wurde mehrfach verschoben
Der Abriss war bereits mehrfach vertagt worden. Eigentlich sollte der Turm schon im November abgetragen werden. Das Turmgebäude wurde 1913 errichtet und zu DDR-Zeiten mit der modernen, kastenförmigen Blechhaube versehen.
Der Betrieb auf dem Schlachthof-Gelände wurde in den 1990er Jahren eingestellt, die Gebäude blieben größtenteils ungenutzt. Am Dienstag war auf dem Gelände neben mehreren großen Schutthaufen nur noch die Hülle einer Industriehalle zu sehen.
Drei Bauvorhaben im Erfurter Osten
Das alte Schlachthof-Gelände an der Greifswalder Straße in der Krämpfervorstadt wurde für seine Wiederbelebung in drei Abschnitte eingeteilt. Direkt an der Leipziger Straße baut Saller die neue Markthalle mit einem Supermarkt, einem Biomarkt und mehreren Fachgeschäften sowie mit einem Parkplatz.
Dahinter, von der Leipziger Straße aus betrachtet, schließt sich der städtische Schulcampus an, auf dem zwei Schulgebäude, eine Turnhalle und ein Schulhof vorgesehen sind. Der Wasserturm stand hingegen im nördlichen Abschnitt.
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In diesem Bereich, der ebenfalls Saller Bau gehört, ist perspektivisch eine Wohnbebauung geplant. Das Quartier soll 490 Wohnungen bekommen.







