„Wir haben 2013 gesehen, welche realen Gefahren von Hochwasser ausgehen. Deshalb freut es mich sehr, dass wir nun über eine schlagkräftige Wasserwehr als Teil unserer Freiwilligen Feuerwehr verfügen“, verkündet Oberbürgermeister Andreas Horn bei der feierlichen Übergabe des neuen Mehrzweckfahrzeugs an die Fachgruppe „Wasserwehrdienst“. Diese, aktiv seit Dezember 2024, ist Teil der Freiwilligen Feuerwehr Erfurts und leistet einen wichtigen Beitrag bei der Vorbeugung vor Hochwasser- und Starkregenschäden.

Einsatzfahrzeug ist vielseitig ausgestattet

Das „Mehrzweckfahrzeug Katastrophenschutz“ soll fortan als Einsatzfahrzeug für den Transport der Einsatzkräfte dienen. Der 2004 produzierte, ehemalige Gerätewagen der Einsatzgruppe „SEG-Rettungsdienst“ befinde sich in sehr gutem Zustand und habe weniger als 7000 gefahrene Kilometer auf dem Tacho. Ausgestattet ist er unter anderem mit Funkgeräten, Werkzeugen und Beleuchtungsgeräten sowie einem mobilen Wasserdamm, Schutzausrüstung und einem Wetterschutzpavillon und kann um weitere Ausrüstung ergänzt werden.

„Das Fahrzeug stellt einen wichtigen Schritt zur weiteren Etablierung der Einheit innerhalb der Feuerwehr Erfurt dar“, sagt Fachgruppenleiter Torsten Eigendorf. Durch die zusätzliche Transportmöglichkeit seien die Einsatzmöglichkeiten der Wasserwehr nun erhöht.

Das Einsatzfahrzeug ist voll ausgestattet und bereit für den Ernstfall.
Das Einsatzfahrzeug ist voll ausgestattet und bereit für den Ernstfall.© Vitalik Gürtler | Vitalik Gürtler

Wasserwehrdienst ist das Ergebnis langer Arbeit

Der 28-köpfige „Wasserwehrdienst“ arbeitet auf Ehrenamtsbasis und ist Bestandteil des Hochwasserrisikomanagements der Stadt Erfurt. Bei der feierlichen Übergabe des Fahrzeuges übernahm Andreas Horn spontan die Patenschaft der Gruppe: „Wir haben rund zehn Jahre daran gearbeitet, dass wir in Erfurt eine Wasserwehr bekommen. Bereits als zuständiger Dezernent hat Andreas Horn unser Vorhaben stets unterstützt. Deshalb haben wir ihm die Patenschaft angetragen“, sagt Torsten Eigendorf dazu.

Fachgruppe „Wasserwehrdienst“ bereitet sich auf den Ernstfall vor

Im April dieses Jahres hatte die Fachgruppe bereits zum wiederholten Mal die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten durch die Entfernung von durch Starkregen verursachten Flusshindernissen zu beweisen. Die Mitglieder bekommen zudem monatliche Ausbildungen bezüglich unter anderem Einsatzorganisation und -taktiken, Erster Hilfe oder Gewässerkunde. Zukünftig möchte die Wasserwehr auf eine gemeinsame Ausbildung mit verschiedenen Feuerwehreinheiten hinarbeiten, um die Zusammenarbeit im Ernstfall zu üben.

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Das System ähnelt dem der Schnellen Einsatzgruppe Rettungsdienst oder der Notfallbegleitung. Hier sind auch Ehrenamtliche aktiv, die keiner speziellen Einheit wie beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr angehören.

red