Theo, Alma und Lennart haben sich das bestens überlegt. Vor allem die Idee mit den Sonderangeboten hat gut funktioniert. Fünf Pixie-Bücher zum Preis von vieren, wer kann da schon nein sagen. Manches ist Verhandlungsbasis, alles muss raus. Bei der Auswahl des Sortiments haben die Eltern mit etwas Nachdruck mitgeholfen. Denn wer kennt es nicht: Irgendwann ist man aus dem Alter raus, wird es Zeit, Spielzeug und Klamotten eine Generation nach unten weiterzureichen.

Kinderflohmarkt auf dem Erfurter Anger
Vor dem Anger 1 und vor dem Hugendubel fanden die 200 Stände Platz.© Funke Medien Thüringen | Markus Stelle

Flohmarkt-Trubel von 10 bis 19 Uhr

Das Erfurter City-Management hat den Bedarf erkannt, und auch den, den Erfurter Anger mit Familienveranstaltungen immer mal wieder zum großen Event-Treffpunkt zu machen. Mit dem Kinderflohmarkt „Kids4Kids“ rannten die Veranstalter wohl offene Türen ein, einmal mehr waren die zweimal 200 Stände in kürzester Zeit vergeben. Zweimal, weil in Schichten verkauft wird: 200 Flohmarkt-Händler am Vormittag, noch mal 200 am frühen Nachmittag. Dann sind – das war dieses Jahr neu – die Erwachsenen dran. Trubel von 10 bis 19 Uhr, der Plan der Veranstalter ist aufgegangen.

Kinderflohmarkt auf dem Erfurter Anger
Irgendwann kommt die Zeit der Trennung am Spielzeug.© Funke Medien Thüringen | Markus Stelle

Sonnenschutz und kostenloses Eis

Da können die zehnjährigen Schulfreunde Theo und Lennart und Theos achtjährige Schwester von Glück reden, dass sie einen der Vormittagsstände ergattert haben, bevor es am Nachmittag doch wieder recht heiß wurde. Es lohnte sich, auf die Mahnung der Organisatoren zu hören, den Sonnenschutz nicht zu vergessen. Aber der Kinderflohmarkt hat nun mal seinen festen Platz am Wochenende vor dem 1. Juni, dem Internationalen Kindertag, gefunden.

Und dann gab es für die fleißigen Verkäufer ja auch noch ein kostenloses Eis, so ließ sich auch der ein oder andere Trennungsschmerz überwinden. Und dann spült die Aktion ja auch noch ein wenig Geld in die Spardose. Eine Kleinigkeit, so haben es Theos, Almas und Lennarts Eltern vereinbart, durften die drei auch an anderen Ständen ergattern. Sonst wäre der Erfolg der Ausmist-Aktion ja auch schnell wieder verpufft.