„Wertschätzung darf nicht nur ein Wort sein, sie muss gelebt werden, auch politisch“ sagt Pascal Dausel am Samstagmittag auf dem Domplatz. Zum zweiten Mal ist der Standortleiter für Thüringen im Verein Veteranen Kultur e.V. für die Organisation des Marschs der Wertschätzung in Thüringen zuständig. Mit der Veranstaltung sollen Einsatzkräfte und deren Angehörige sichtbarer werden.

Teilnehmer laufen durch Erfurt

Dazu liefen dieses Jahr 120 Helfer aus Einsatzbereichen wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder Bundeswehr durch die Stadt. Damit ist die Teilnehmendenzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. „Das zeigt, der Marsch kommt an, er bewegt Menschen“, sagt Dausel und blickt stolz in die Reihen an Einsatzkräften.

Los ging es morgens um 10.30 Uhr beim THW. Gegen 12 Uhr stoppten die Läufer vor dem Rathaus. Dort schlossen sich auch der Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) sowie Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) der Truppe an. Nach einer insgesamt etwa sieben Kilometer langen Strecke erreichten sie mit dem Domplatz ihr Ziel. Dort erwartete die Teilnehmenden sowie Besucher ein vielfältiges Programm.

Marsch der Wertschätzung 2026
Insgesamt 120 Helfer und Helferinnen nahmen an der Aktion teil.© Merle Jakobus | Merle Jakobus

Eine dieser Teilnehmenden ist Rebekka Oertel. Sie engagiert sich bei der Feuerwehr in Buttelstedt. „Wir laufen mit, um uns klar zu zeigen und um wieder mehr Respekt zu schaffen“, sagt sie. Mit dabei sind auch ihre Kinder, die ebenfalls bei der Feuerwehr helfen. Das sei besonders wichtig, schließlich seien sie die nächste Generation an Hilfskräften.

Politiker loben Aktion und Engagement

Trotz des Einsatzes für das Wohl der Gesellschaft erleben Einsatzkräfte jedoch teilweise Anfeindungen oder sogar Gewalt. „Das können wir nicht hinnehmen, dem müssen wir entgegentreten“, sagt Innenminister Maier und erntet für seine Worte Applaus. Auch Oberbürgermeister Horn spricht den Einsatzkräften und deren Familien seine Wertschätzung aus.

Marsch der Wertschätzung 2026
Oberbürgermeister Andreas Horn und Thüringens Innenminister Georg Maier dankten den Hilfskräften für ihr Engagement.© Merle Jakobus | Merle Jakobus

Besucher haben bei der Veranstaltung zudem die Chance, Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte zu bekommen. Dazu stehen am Domplatz Einsatzwagen in einer sogenannten Blaulichtmeile aufgereiht. Zum Informieren und Austausch laden Stände verschiedener Organisationen ein. Auch für ausreichend Verpflegung ist gesorgt.

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Alle Einnahmen werden gespendet

Die Einnahmen der mittlerweile zum fünften Mal stattfindenden Veranstaltung gehen wie bereits im Vorjahr an die Hilfsorganisation „amitumKids gUG“. Diese bietet Angebote für Einsatzkräfte mit Traumafolgen sowie für deren Angehörige an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen von Betroffenen.