Der Ausnahmezustand rund um den AfD-Bundesparteitag am ersten Juli-Wochenende bringt Konsequenzen für private Lebensbereiche mit sich. So endet für Erfurter Schüler der letzte Schultag am 3. Juli ziemlich früh, nämlich um 9.30 Uhr. Im Elternbrief einer Schule wird informiert: „Mit Blick auf die im Tagesverlauf erwarteten Einschränkungen findet die Zeugnisausgabe nach Anweisung des Staatlichen Schulamts Mittelthüringen bis 9.35 Uhr statt. Im Anschluss dürfen die Schülerinnen und Schüler die Schule verlassen bzw. dürfen abgeholt werden.“

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Auch an einer anderen Schule wird wie folgt kommuniziert: „Auf Anweisung des Ministeriums gilt für den letzten Schultag: Alle Zeugnisausgaben finden bis 9.30 Uhr statt. Es erfolgt danach eine Notbetreuung für die Klassenstufen 1 bis 6.
Zwei Schulen werden 9.30 Uhr geschlossen
Seitens der Stadtverwaltung indes heißt es, die Empfehlung gelte nur für die beiden in der Nähe der Messe gelegenen Schulen, eben aufgrund der Erreichbarkeit mit Bus und Bahn. Der Parteitag wird auf der Messe stattfinden, unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. „Allen weiteren Erfurter Schulen ist es freigestellt bzw. liegt es im Ermessen der Schulleitung“, sagt Sophie Pohl von der Rathaus-Pressestelle.
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Gemeint sind damit die Gemeinschaftsschule in Hochheim und die Grundschule im Gebreite. Diese werden direkt nach der Zeugnisausgabe geschlossen. In der Schillerschule sollen dann die Kinder betreut werden, die bis dahin nicht abgeholt werden können. Wie sie bis zur Schillerschule kommen und vor allem wie wieder zurück in ihre Wohngebiete, etwa nach Schmira, ist noch ungeklärt. Denn der ÖPNV in diese Richtung wird eingestellt, Straßen werden gesperrt.
Bürgerversammlung in Schmira geplant
Für die Schmirarer wird es aufgrund der brisanten Nähe zur Messehalle eine Bürgerversammlung geben. Diese ist für den 23. Juni ab 19 Uhr angesetzt. „Ich stand in den vergangenen Wochen in engem Kontakt mit Bürgermeisterin Heike Langguth und der Verwaltung und muss wirklich sagen: Da wird sich gekümmert“, betont Peter Richter, der Ortsteilbürgermeister von Schmira.
Viele Fragen seien aufgetreten: Was ist mit Schwangeren, deren Geburtstermin auf das Datum fällt? Kommen Rettungskräfte bis in den Ort? Wie können Familienfeiern stattfinden? Braucht es Gästelisten und den Personalausweis, um in den Ort zu kommen? Erreichen Schichtarbeitende pünktlich die Arbeit? Zu all dem wird sich die Verwaltung bei der Versammlung äußern, die auch gestreamt wird, um möglichst viele zu erreichen.
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„Man merkt, dass eine gewisse Unruhe beginnt“, bestätigt Erfurts Sicherheitsdezernentin Heike Langguth (parteilos). Sie verweist auf die Mailadresse, unter der Fragen geschickt werden können: info.verwaltungsstab@erfurt.de. „Das Bürgertelefon ist ab dem 24. Juni geschaltet.“









