Die schlechte Nachricht ist, das Museum Alte Synagoge muss unerwartet vom 3. August 2026 bis 28. Februar 2027 geschlossen werden. Grund ist eine Havarie der Toilettenanlage. Die gute Nachricht: Die Alte Synagoge selbst sei laut Stadt von den Schäden nicht betroffen. Für das als UNESCO-Welterbe ausgewiesene Gebäude bestehe keine Gefahr und die Bauzeit werde gleichzeitig für Anpassungen der Dauerausstellung genutzt.
Führungen und Veranstaltungen entfallen
Wie Lars Bredemeier, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Kultur und Welterbe, mitteilt, müssten in diesem Zeitraum alle im Innenraum der Alten Synagoge geplanten Führungen entfallen. Bereits geplante Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge werden verlegt.
Komplette Sanierung der Toilettenanlage geplant
Die grundlegende Sanierung des Sanitärtraktes nach 17 Jahren Dauerbetrieb und die aufwendige Baustelleneinrichtung erforderten eine vollständige Sperrung des Eingangs- und Funktionsgebäudes. „Wir bedauern die Einschränkungen und bemühen uns, die Maßnahme so kurz wie möglich zu halten und gleichzeitig das Welterbe fitter zu machen. Aufgrund der erforderlichen Zuwegungen und verschiedener Sicherheitsaspekte ist die Schließung des Museums während der Bauzeit jedoch unvermeidlich“, so Beigeordneter Bredemeier.
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Die Alte Synagoge ist das Markenzeichen und die wichtigste Stätte des als Welterbe eingestuften mittelalterlich-jüdischen Lebens in Erfurt und somit Ziel tausender Touristen jährlich. Für Gruppen und Individualbesucher seien daher verschiedene Ersatzangebote geplant. Dazu zählten öffentliche Führungen im jüdischen Quartier oder die regelmäßige Öffnung der Mikwe.
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Die Ende Mai eröffnete Dauerausstellung „Inter Judeos“ im jüdischen Quartier können Besucher eigenständig und rund um die Uhr analog und digital erkunden. Informationen zur Ausstellung finden Interessierte unter www.inter-judeos-erfurt.de. Zu den konkreten Angeboten werde in Kürze unter www.juedisches-leben.erfurt.de informiert.
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