Neue Haltestellen, günstigere Takte zum Umsteigen und mehr Fahrten am späten Abend und an Wochenenden: Durch einen mehrjährigen Feldversuch soll die ÖPNV-Anbindung der Erfurter Ortsteile und der Gewerbegebiete im Erfurter Norden durch die Stadtbusse verbessert werden. Wie genau das passiert, ist allerdings noch offen.

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Ein externes Planungsbüro soll mit der Umsetzung des Projektes betraut werden, teilt das Erfurter Verkehrsamt auf Nachfrage mit. „Derzeit wird die Aufgabenstellung dafür formuliert“, heißt es.

Projekt startet noch in diesem Jahr

Den Anstoß zum Projekt gibt der neue Nahverkehrsplan, der vom Stadtrat beschlossen wurde. Im Maßnahmeplan wird eine „Überprüfung der Busverkehrsangebote in den Ortsteilen“ gefordert, die bereits in diesem Jahr beginnen soll. An einem Start bis zum Jahresende hält das Tiefbauamt auch bis heute fest.

Im Nahverkehrsplan ist festgelegt, dass die Stadt für das Projekt in vier Viertel aufgeteilt wird und diese Viertel nacheinander für jeweils ein Jahr die neuen Fahrpläne erhalten. Doch alles Weitere – in welchem Viertel der Test beginnt, konkrete Beispiele für Fahrplan-Änderungen oder der Umgang mit den Ergebnissen – ist noch offen.

Anregungen aus Ortsteilen berücksichtigt

„Insbesondere wird unter Berücksichtigung der Wünsche und Anregungen aus den Ortsteilen sowie wirtschaftlicher Kriterien eine Optimierung der Takte sowie des Abendangebotes untersucht“, heißt es eher allgemein vom Tiefbauamt. „Somit kann erst nach Abschluss der Untersuchungen festgestellt werden, ob Potenziale zur Verbesserung der Busverkehrsangebote bestehen.“ In der Folge könnten dann Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet werden.

Die größte Hürde: Ein neuer Fahrplan soll „wirtschaftlich tragfähig sein“. Die Stadt als Auftraggeber des Nahverkehrs will also nicht viel mehr bezahlen als bisher auch.

Das sind die Hürden für die Umsetzung

Allerdings ist es kein Geheimnis, dass gerade an den Abenden und an Wochenenden, wenn viele Ortsteil-Bewohner gern mehr Busverbindungen hätten, Fahrpersonal umso schwerer bereitzustellen ist. Nacht- und Feiertagszuschläge erhöhen zudem die Kosten. Zudem weist die Evag auf eine weitere Bedingung hin: Jede Buslinie müsse mindestens an einem Ende einen Sozialraum mit WC für die Fahrer haben.

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„Vor diesem Hintergrund ist der allseits gewünschte Angebotsausbau am Wochenende und nachts kein Selbstläufer, sondern individuell anhand des jeweiligen Vorhandenseins von Betriebsressourcen zu betrachten“, heißt es im Nahverkehrsplan.