Gleich dreimal rückte die Feuerwehr am Wochenende aus, weil Essen angebrannt war. Was war passiert? Die wichtigste Botschaft vorneweg: Niemand wurde durch Rauch oder Feuer verletzt.

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Zwei Kinder hatten am frühen Freitagabend zwei Polizisten in der Innenstadt angesprochen und erklärt, dass es in der Wohnung der Eltern brenne. Die Beamten und die bereits separat alarmierte Feuerwehr prüften die Wohnung. Schnell konnte Entwarnung gegeben werden. Angebranntes Essen hatte zu starkem Rauch geführt, es entstand kein Schaden. Nach Angaben der Feuerwehr war es der Mieterin bereits gelungen, mit einem Feuerlöscher den Brand zu löschen.

Vorsicht vor Ölexplosionen

„Die Feuerwehr empfiehlt, einen Feuerlöscher in der Wohnung zu haben, um genau in solchen Situationen reagieren zu können“, sagt Feuerwehrsprecher Lars Angler. Vorsicht sei geboten bei Fettbränden, wenn diese mit Wasser in Berührung kommen, kann es zu Explosionen kommen.

Brandalarm in Erfurter Hochhaus
Am Sonntagnachmittag rückte die Feuerwehr in Erfurts Löberstraße an.© MAS Bildagentur | MARCUS SCHEIDEL

Bei den beiden anderen Bränden hatten Nachbarn den Notruf gewählt, weil sie das Piepsen des Rauchmelders wahrgenommen hatten. So sorgte angebranntes Essen in einer Mikrowelle am Sonntagmittag für einen größeren Feuerwehreinsatz am Juri-Gagarin-Ring. Mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie Kräfte der beiden Berufsfeuerwachen wurden zu der Wohnscheibe an der Ecke zur Löberstraße alarmiert. Zunächst war unklar, was in dem Gebäude brannte und wie groß das Feuer war.

Seniorin war während der Essenzubereitung gestürzt

„Aufgrund der zunächst unübersichtlichen Lage und der hohen Zahl an Bewohnern rückte die Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzkräften an“, heißt es seitens der Polizei. Vor Ort stellte sich aber schnell heraus, dass angebranntes Essen in einer Mikrowelle für die Rauchentwicklung und den Feueralarm verantwortlich war. Die Wohnung selbst war leer. Das Feuer konnte zügig gelöscht und die Lage unter Kontrolle gebracht werden.

Einer älteren Dame konnte ebenso aufgrund aufmerksamer Nachbarn in der Johann-Sebastian-Bach-Straße schnell geholfen werden. Sie hatten sich am Sonntag gegen 19 Uhr Essen zubereitet. Dabei stürzte die 87-Jährige vermutlich und zog sich eine Kopfverletzung zu. Das Essen auf dem Herd brannte an, es entstand viel Rauch. Die anderen Mieter konnten das Gebäude selbstständig verlassen. „Einsatzkräfte der Feuerwehr öffneten die Wohnung und brachten die leicht verletzte Seniorin ins Freie. Durch die Rauchentwicklung wurde die Küche verrußt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 1000 Euro geschätzt“, heißt es von der Polizei.

Rauchmelder verhindern Schlimmeres

Dass Heimrauchmelder Alarm auslösen, komme gar nicht so selten vor, meint Feuerwehrsprecher Lars Angler. Meist informieren dann Nachbarn die Feuerwehr, weil entweder niemand in der betroffenen Wohnung ist oder, wie die 87‑Jährige, niemand in der Lage ist, den Notruf zu wählen. Seit 2018 sind Rauchmelder Pflicht.

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„Die Rauchmelder“, betonte Lars Angler bereits vor Jahren im Gespräch mit unserer Redaktion, „erfüllen eine wichtige Funktion. Oft kann dadurch Schlimmeres verhindert werden. Denn bei Bränden, das zeigen bundesweite Statistiken, sterben 80 Prozent an den Folgen des Brandrauches, nicht an Verbrennungen.“