Ellen Weidenweber aus Erfurt-Salomonsborn macht sich Sorgen um den Einkaufsmarkt in Marbach. Sie schreibt: Der kleine Tegut-Markt in Marbach wird von den Menschen vor Ort gut angenommen und überzeugt nicht nur mit einem Mehrangebot von Bäckerei mit kleinem Café zum Verweilen, einer Fleischereitheke, einer Poststelle und einem kleinen Spezialitätenmarkt, sondern auch mit dem Konzept, dass Mitmenschen mit Handicap hier im 1. Arbeitsplatz eingebunden sind (Christophoruswerk).

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Das Kartellamt als Wettbewerbshüter befürchtet nun eine Vormachtstellung von Edeka ausgerechnet bei einer Übernahme von diesem Markt, der im Umkreis der Ortschaften Marbach, Salomonsborn, Alach, Schaderode der einzige Nahversorger ist. Es bleibt zu hoffen, es findet sich bis zum Jahresende noch eine Lösung, den Markt und das Konzept mit einem Nachfolgebetreiber zu erhalten. Seinerzeit haben sich regionale Politiker sehr für den Bau der Moschee in Marbach eingesetzt, vielleicht sind von dieser Seite auch Bemühungen für den Erhalt von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen möglich.

Lutz Hoßbach aus Erfurt beschäftigt eine Baumaßnahme am Roten Berg. Er schreibt: Mit dem Projekt „Alfredu“ am Roten Berg wird kein Beitrag gegen Klimaerwärmung in der Stadt geleistet. Das Projekt umfasst drei viergeschossige Häuser mit 95 Wohneinheiten. Diese Häuser werden auf einer kleinen Grünfläche inmitten von umstehenden fünfgeschossigen Häusern errichtet.

Diese bebaute Fläche war eine kleine Oase für die Anwohner. Die enge Bebauung und gleichzeitige Versiegelung der Grünfläche lassen Anwohner einen Hitzestau und eine nicht ausreichende Luftzirkulation befürchten. Gegen das Projekt hat niemand etwas, aber der Standort ist bedenklich. Wieso lassen die Verantwortlichen der Stadt solche Projekte zu, wo doch alles dafür getan werden soll, eine Klimaerwärmung zu verhindern? Hier hätte der Investor auch ausgebremst werden sollen.

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Ein Erlebnis, „so erfreulich normal“, beschreibt Ingo Binder aus Erfurt: Positives erscheint oft selbstverständlich. Eine Bewohnerin unseres Hauses zieht aus und hat eine Grobmüllentsorgung der Stadtwerke organisiert. Mehrere Freunde halfen, die in 40 Jahren angestauten, nun aber überflüssigen Gegenstände am Abend vor der Entsorgung an der Straße abzustellen. Als wir heute Morgen beim Frühstück die Geräusche der mutmaßlichen Verladung hörten, bin ich die Zeitung holen und mal nach dem Rechten schauen gegangen.

Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke waren bereits dabei, den Müll zu räumen. Die Goethestraße ist nicht sehr breit, es bildete sich eine Schlange wartender Autos hinter dem Müllwagen. Einer der Mitarbeiter ging auf die Autos zu und erklärte, was hier passiert und wie lange der Vorgang vermutlich noch dauern könnte. Als er zurückkam, habe ich ihn gebeten, Bescheid zu geben, wenn sie fertig sind. Ich würde mit Besen und Schaufel eventuelle Glasscherben und andere Reste zusammenfegen und in die Mülltonne werfen. Freundlich lächelnd bekam ich zur Antwort, man habe Besen und Schaufel im Auto und an einem sauberen Straßenbild sei man auch interessiert. Für mich war es sehr angenehm, zu registrieren, dass für diese beiden Stadtwerker ein paar freundliche Worte zur Arbeitseinstellung gehören. Genervten Autofahrern, Anwohnern und vielleicht auch ihnen selbst erleichtert es den Start in den Tag.

red