Der private Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen ist in Deutschland straffrei – für Erwachsene. Auch für den Konsum dieses Rauschmittels gelten seit einiger Zeit gelockerte Regeln. Daraus erwächst die Befürchtung, Jugendliche könnten leichter in die Sucht geraten.

Cannabis Kompakt
Diese Jugendlichen aus Bad Tabarz haben den Hauptgewinn in Höhe von 1000 Euro gewonnen.© Landratsamt Gotha | TGS Bad Tabarz

An acht Schulen im Landkreis Gotha hat in diesem Jahr das Projekt „Cannabisprävention für Jugendliche“ des Jugendamtes Halt gemacht – das habe sich auch für die Klassenkassen gelohnt, teilt die Kreisverwaltung mit. 15 Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 hätten sich beteiligt. Schülerinnen und Schüler befassten sich mit dem neuen Cannabisgesetz und dessen möglichen Auswirkungen. In den eintägigen Workshops sei es um Rechtslage, gesundheitliche Risiken und persönliche Entscheidungen zum Cannabiskonsum gegangen.

Mitarbeiter im Jugendamt zeigt sich überrascht

„Mich hat überrascht, wie kritisch die Jugendlichen sich mit dem Thema auseinandersetzen“, wird Jugendamtsmitarbeiter Sven Zeilmann-Kerber in einer Mitteilung zitiert. „Es geht ihnen nicht darum, endlich konsumieren zu dürfen. Sie reflektieren ernsthaft, was Konsum für Folgen hat – nicht nur für sich, sondern auch für das direkte Umfeld.“

Am Ende haben die Schulklassen ein Quiz des Projekts „Cannabis Kompakt“ absolviert. Das hat sich richtig gelohnt: Der Hauptpreis von 1000 Euro ging nach Mitteilung des Landratsamtes an die Klasse 9a der Gemeinschaftsschule „Am Inselsberg“ Bad Tabarz.

Weitere Klassen erhalten Geldpreise

Außerdem gewonnen haben: Gemeinschaftsschule Bad Tabarz, Klasse 10b (200 Euro); Evangelische Regelschule Gotha, eine Klasse (100 Euro); Perthes-Gymnasium Friedrichroda, drei Klassen (100 Euro); Regelschule Waltershausen, eine Klasse (100 Euro); Gymnasium Ernestinum, vier Klassen (je 100 Euro).

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Das Projekt wird fortgesetzt. Bei Interesse können sich Schulen direkt an Sven Zeilmann-Kerber wenden. Das geht per E-Mail an jugend@kreis-gth.de oder telefonisch unter Telefon: 03621 214 333.