Nach vielen Jahrzehnten erlebte das Neptunfest in Finsterbergen im Sommer 2025 sein großes Revival, als Schwimmmeister Norbert „Nobse“ Kopietz nach 50 Jahren im Dienst feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihm und seiner Frau Hanni wurde mit der Umbenennung des Schwimmbades in „Nobse-Bad Finsterbergen“ ein besonderes Denkmal gesetzt.

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Damit die traditionsreiche Veranstaltung weiterbesteht, übernimmt Markus Creutzburg in diesem Jahr die Organisation als Privatveranstalter. „Wir haben in Finsterbergen eine sehr dankbare Feierkultur“, freut sich der Ortsteilbürgermeister und ergänzt: „Angelehnt an das Neptunfest zu DDR-Zeiten wird es besondere Höhepunkte geben.“ So sind am zweiten Augustwochenende auch die berüchtigten Wilden Springer mit von der Partie.

Wechselhaftes Wetter lässt Besucherzahlen schwanken

Derzeit sei das „Nobse-Bad Finsterbergen“ gut besucht, doch insgesamt laufe die Saison durchwachsen: „Manchmal haben wir mehr als 1000 Leute zu Besuch, aber wegen des wechselhaften Wetters mit sehr kalten Phasen kommen an manchen Tagen nur die Hartgesottenen“, weiß Creutzburg.

Neptunfest Freizeitbad Finsterbergen 2025
Norbert „Nobse“ und Hanni Kopietz wurden 2025 für 50 und 35 Jahre im Dienst geehrt und in den Ruhestand verabschiedet. Mit der Umbenennung des Schwimmbades in „Nobse-Bad Finsterbergen“ wurde ihnen ein besonderes Denkmal gesetzt.© Archiv | Maria Hochberg

Der Ortsteilbürgermeister macht aber auch deutlich: „Die neuen Eintrittspreise kommen sehr gut an.“ Mit dem Saisonstart am 1. Juni 2026 trat nämlich eine neue Preisordnung in Kraft, wonach Kinder und Jugendliche aus Friedrichroda und den Ortsteilen in den Bädern nur noch einen Euro Eintritt zahlen. Damit möchte der Stadtrat Familien finanziell entlasten und gesellschaftliche Teilhabe fördern.

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Zum Neptunfest am Samstag, 8. August, wird es tagsüber während des normalen Badebetriebs zur Einstimmung auf den Abend ein kleines Kinderprogramm geben. Um 19 Uhr steigt dann die große Party mit Aqua-Zorbing-Bällen, Spielen, einem Standup-Paddling-Wettbewerb, Vorführungen der Wilden Springer und Musik von DJ Maik Now. Abgesichert wird der abendliche Badebetrieb durch die DLRG, ab 20.30 Uhr wird die Wasserfläche für Besucher geschlossen.

Und wer darf zum Neptunfest nicht fehlen? Natürlich der König der Meere höchstpersönlich. „Freiwillige aus dem Publikum dürfen sich der Neptuntaufe unterziehen“, sagt Creutzburg lachend. „Die müssen einen fürchterlichen Zaubertrank trinken und werden dann ins Wasser geschmissen. Wer zum Schwimmbadfest ohne Handtuch kommt, ist selbst schuld.“

Gemeinsam für das Neptunfest

Für die gastronomische Versorgung sorgen der Finsterberger Dorfwagen und der Imbiss Schlaraffenland. Die Interessengemeinschaft Schwimmbadfreunde Finsterbergen unterstützt mit Manpower bei der Ausgestaltung des Neptunfestes: „Sie machen vieles ehrenamtlich und unterstützen auch das Schwimmbadpersonal“, sagt Creutzburg und betont: „Durch den Zusammenhalt im Ort kann viel erreicht werden.“

Freizeitbad Finsterbergen
Zu DDR-Zeiten war das Neptunfest eine feste Größe im jährlichen Veranstaltungsplan in Finsterbergen. Die Wilden Springer präsentierten damals auch den berüchtigten Todessprung durch einen brennenden Reifen.© Archiv Norbert Kopietz | Norbert Kopietz

Nachdem sich Schwimmmeister „Nobse“ in den Ruhestand verabschiedet hatte, trat die Fachangestellte für Bäderbetriebe Natascha Osswald-Vetter mit Beginn der Saison 2026 in seine Fußstapfen. Neu dabei sind auch Kassenkraft Janine Volkenanndt und Baumpfleger Thomas Licht, der sich um die Grünanlagen kümmert. Mit dem langjährigen Rettungsschwimmer Herbert Stehling wird das Team vervollständigt.

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Nun steigt die Spannung auf das Neptunfest: „Wir freuen uns sehr und lassen uns überraschen“, sagt Osswald-Vetter und ergänzt: „Letztendlich steht und fällt es mit dem Wetter. Wir hoffen auf strahlenden Sonnenschein und viele fröhliche Gäste.“

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Das Neptunfest im „Nobse-Bad Finsterbergen“ beginnt am Samstag, 8. August, um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro; Kinder bis 16 Jahre dürfen kostenlos mitfeiern.