Neben ihrem Beruf als Krankenschwester bei Bosch in Eisenach engagiert sich Kerstin Guttmann seit vielen Jahren ehrenamtlich im Bereich Krisenintervention und Notfallseelsorge. Hierfür ist sie hauptsächlich an Wochenenden im Raum Gotha im Dienst. Überdies setzt sie sich seit fünf Jahren im Verein Tansaniahilfe Erfurt ein. Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Tun wurde die 64-Jährige vom Regionalsender MDR und der Thüringer Ehrenamtsstiftung als „Thüringerin des Monats“ Juli geehrt.

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Für die Tansaniahilfe reist Kerstin Guttman meist zweimal im Jahr in ihrem Urlaub zur Projektarbeit nach Afrika. Speziell widmet sie sich dem katholischen Zentrum für an Lepra erkrankte und behinderte Menschen in der Stadt Ifakara. In dem einzigen Hospital dieser Art in Tansania leben derzeit 130 Menschen.

Publikum entscheidet über Thüringer des Jahres

Die Auszeichnung „Thüringer des Monats“ wird laut MDR seit 1994 verliehen. Das Engagement von Menschen, die in ehrenamtlicher Arbeit Außergewöhnliches geleistet oder sich in besonderer Weise für Mitmenschen in Thüringen eingesetzt haben, werde hiermit besonders gewürdigt.

Eine Jury aus Journalistinnen und Journalisten von MDR Thüringen sowie der Thüringer Ehrenamtsstiftung hat nach eigenen Angaben die Qual der Wahl: Jeden Monat gingen viele Bewerbungen ein – per Mail oder per Post. Verdient hätten eigentlich alle Vorgeschlagenen diese Auszeichnung. Nominiert für die Ehrung wurde die Bad Tabarzerin von ihrer Chefin Cornelia Galbas. Die Betriebsärztin ist ebenfalls Mitglied der Tansaniahilfe.

Im Dezember werden dann aus den zwölf ausgezeichneten Thüringerinnen und Thüringern des Monats in einem Publikumsvoting die „Thüringer des Jahres“ gewählt.