Die Idee dazu hatte Rino Patermo bereits vor Jahren. Doch bis zur Umsetzung hat es etwas gedauert. 2020 eröffnete er das „Casa Diavolo“ in der Schönen Allee in Gotha, eine Ergänzung zu seinem Restaurant „Diavolo“ in der Mönchelsstraße. Der Fokus lag dort vor allem auf „Live-Cooking“, kochen im Beisein der Gäste.

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Daraus wurde nun endlich das ersehnte eigenständige Restaurant mit internationaler Karte. Seit dem 1. September heißt es nur noch „Casa“. „Ich bin selbst erstmal nicht da“, merkt Rino Patermo an. Für das Projekt wollte er unbedingt einen Partner.

Von der Ukraine nach London und Gotha
Den fand der 47-Jährige – eher zufällig, wie er sagt – in Hryhoriy Tymoshenko. An ihn sei er über die Partnerin eines guten Freundes gekommen: „Ich habe immer über das ‚Casa‘ gesprochen, dass ich jemanden suche – nicht nur als Koch, sondern als Partner.“
Hryhoriy Tymoshenko wurde in der Ukraine geboren, wuchs in Napoli auf. „Mein erstes Mal stand ich mit 14 Jahren in der Küche“, erinnert der heute 31-Jährige sich. Daheim traf die die heimische Küche der Mutter auf das professionelle Kochen des Stiefvaters. „Er gab mir die Leidenschaft“, sagt Tymoshenko.
Bevor er 2023 nach Deutschland gekommen sei, habe er zuletzt rund zehn Jahre in London gelebt, so der Koch und Restaurantbetreiber. Dort leitete er mehrere Bars und kümmerte sich um Großveranstaltungen. Doch zog es ihn wieder in die Küche.
„Die Reaktionen der Menschen“, machen den Beruf so besonders für ihn. „Manchmal sagen die Gäste vielleicht nichts“, meint Hryhoriy Tymoshenko, „aber man sieht es ihnen an.“

Gastronomen mit vielen Idden für die Zukunft
Dass es nun rund sechs Jahre bis zum geöffneten Restaurant gedauert hat, begründet Rino Patermo mit der schwierigen Personallage in der Gastronomiebranche. Neben den beiden Partnern arbeitet bislang nur eine weitere Kraft in der Gaststätte.
Doch mit seinen 25 Plätzen im Innenbereich sind sie zuversichtlich, es auch zu dritt zu schaffen. Mit dem Start zeigen sie sich zufrieden. „Wir haben recht schnell geöffnet und hatten noch nicht viel Zeit für Werbung“, sagt Hryhoriy Tymoshenko. „Aber die Gäste, die da waren, haben gleich wieder einen Tisch bestellt“, fügt Rino Patermo hinzu.
Im Außenbereich finden perspektivisch rund 40 Personen Platz. Der Terrasse fehlt jedoch noch der letzte Schliff. Das „Casa“ wird auch weiter für geschlossene Veranstaltungen buchbar sein. In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage braucht es mehr als Essen á la carte. Daher setzt das Duo ebenso auf ein Catering-Angebot; Live-Cooking soll zudem erhalten bleiben. Hryhoriy Tymoshenko merkt aber an: „Die Küche ist immer offen. Jeder kann reinkommen.“
Rino Patermo hat sich nicht nur mit seiner Gastronomie einen Namen gemacht. Mittlerweile stellt er seine eigene Pasta her. Auch die gibt es natürlich im neuen Restaurant. Die verarbeitet Tymoshenko in wöchentlich wechselnden Spezial-Gerichten.
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Eine andere Idee der Gastronomen ist ein „Business-Lunch“. Wenn Manager von VW oder anderen Größen ein „schnelles“ Essen und trotzdem Raum für ruhige Gespräche suchen, sollen sie auch in Gotha fündig werden. „Das soll aber nicht heißen, dass wir gehoben sind“, ist Rino Patermo wichtig. „Jeder ist bei uns willkommen.“








