Ein 54-Jähriger hat Polizisten in Göttingen bedroht und ist in Gewahrsam genommen worden. Der Mann hielt sich am Montagmittag im Bereich Waageplatz und Robert-Gernhardt-Platz auf. Als er gegen 13.30 Uhr durch Polizeibeamte in Begleitung von Spürhunden kontrolliert werden sollte, zog der 54-Jährige ein Cuttermesser und bedrohte sie.

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Der Polizeiinspektion Göttingen zufolge kommt der Mann aus dem Landkreis Gotha. Nähere Angaben zu seinem Wohnort machte die Polizei nicht. Bei der Überprüfung und Durchsuchung habe der 54-Jährige sich zunehmend aggressiv gezeigt. Zunächst soll er verneint haben, gefährliche Gegenstände mit sich zu führen.
Einsatzkräfte bringen Mann zu Boden
Unvermittelt habe er ein Cuttermesser aus seiner Hosentasche gezogen, die Klinge arretiert und das Messer bedrohlich in Richtung der Polizeikräfte gerichtet. Die Beamten konnten den 54-Jährigen schließlich – wenn auch erst nach mehrfacher eindringlicher Aufforderung – beschwichtigen. Er ließ das Messer fallen.
Daraufhin hätten die Einsatzkräfte den Mann zu Boden gebracht und ihn festgenommen. Als er gefesselt werden sollte, widersetzte sich der 54-Jährige. Dabei wurde eine 53-jährige Polizistin verletzt. Sie habe ärztlich behandelt werden müssen und sei bis auf Weiteres nicht dienstfähig.
Drogen im Gepäck entdeckt
In seinem Gepäck fanden die Beamten weitere Cuttermesser-Klingen sowie Marihuana. Der Mann steht unter Verdacht, das Marihuana im Bereich Waageplatz und Robert-Gernhardt-Platz erworben zu haben. Zudem vermuteten die Polizisten, dass der 54-Jährige unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen stand.
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Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Blutentnahme beim Amtsgericht Göttingen. Dem sowie der Ingewahrsamnahme bis zum Montagabend gab das Gericht statt. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der Bedrohung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Auch die Herkunft des Marihuanas muss geklärt werden. Denn auch wenn mit dem Cannabisgesetz die Droge weitgehend entkriminalisiert ist, dürfen lediglich Apotheken und sogenannte Anbauvereine Cannabisprodukte herausgeben. red







