Pullover für Damen und Herren liegen akkurat zusammengelegt im Regal. Selbstbedienung ist nicht erlaubt, dafür steht direkt auf der Theke eine Kasse. So sah es im Juni 1989 im Konsum-Geschäft „Maschenmode“ in Jena aus.

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Auf mehreren Etagen waren Kleidungsstücke zu bekommen. Die Öffnungszeiten stehen am Schaufenster. Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, jeden zweiten Samstag im Monat von 9 bis 11 Uhr. Doch wo war der Laden beheimatet? Das ging weder aus der Beschriftung unseres Fotoarchives hervor, noch konnten sich Befragte erinnern. Wir haben deshalb die Leserinnen und Leser auf unserer Facebook-Seite mit einem Foto um Hilfe gebeten. Bachstraße, Neugasse oder Oberlauengasse meldeten die Kommentatoren als mögliche Standorte.

Leser helfen bei der Spurensuche
Der richtige Hinweis war dabei: Das Geschäft befand sich tatsächlich in der Oberlauengasse gegenüber der heutigen Fleischerei. Dafür gibt es anhand des Fotos zunächst ein Indiz: Die auffällige Konstruktion der Dachrinne, die auf der Außenansicht zu sehen ist. Doch das damalige Gebäude wurde in den 2000er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Sicherheit brachte ein weiteres Archivbild aus dem Jahr 2002. Darauf ist das Schaufenster eines leerstehenden Geschäfts zu sehen. Die markanten Fliesenkacheln darunter gaben Gewissheit.

Zu Besuch in der Mode-Boutique Maschenmode in Jena
Zuvor befand sich in der Boutique das Haus der Mode. Zum Sortiment gehörten neben Kleidung aller Art auch Ersatzteile zum Selbstverarbeiten, zum Beispiel Reißverschlüsse in verschiedenen Längen und Varianten.

In unserer Serie Handel zu DDR-Zeiten sind bislang erschienen:
- Großes Volksfest im Stadtzentrum
- Weihnachtsmarkt in den 1980er Jahren: Karge Bäume, schnelles Karussell
- Eröffnung einer Kaufhalle in Lobeda-Ost nach der Renovierung
- Beständiger Wandel in Saalstraße: Abrissprogramm im Jenaer Zentrum
- Repariert statt weggeworfen: HDR Jena flickte selbst Regenschirme
- Gackelboy für 80 Mark: Heka-Kaufhaus Jena war Anlaufpunkt in Sachen Haushalt und Kosmetik
- Mischbrot für 62 Pfennig: Spezialladen für Brot im Jenaer Stadtzentrum
- Baumarkt mit Bückware: Wie Menschen in Jena an Baustoffe kamen



























