• In der DDR gehörten Farbfernseher aus heimischer Produktion zur Mangelware.
• Sogar die Fernbedienung kostete Aufpreis.
• Zwei Fachgeschäfte boten die TV-Geräte an.

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Heute stehen sie teils in Supermärkten in der Gemüseabteilung und warten auf Käufer: Fernsehgeräte. Zu DDR-Zeiten gehörten vor allem Farbfernseher zu den Luxusgütern. Diese waren in Jena in Geschäften in der Johannisstraße und in der Wagnergasse erhältlich. Wenn sich herumgesprochen hatte, dass Farbfernseher geliefert werden, bildeten sich Warteschlangen – teilweise auch schon am Abend zuvor.
Begehrt waren vor allem die Geräte von RFT, in denen Bildröhren aus japanischer Produktion eingebaut waren. Der Colormat 4506 kostete 4900 Mark und war anfangs mit Toshiba-Bildröhren ausgestattet. Wer umschalten wollte, musste aufstehen und eine der sechs Programmwahltasten drücken. Eine Fernbedienung wurde nicht mitgeliefert, sondern diese gab es nur beim Schwestermodell, das 520 Mark Aufpreis kostete (für viele weit mehr als die Hälfte eines Monatslohnes).
Raduga-Farbfernseher waren weniger beliebt
Die Versorgungslage bei Raduga-Farbfernsehern war zwar besser als bei den RFT-Geräten, aber aufgrund der schlechteren Bildröhre waren die sowjetischen Modelle nicht sehr beliebt. Zudem entwickelten die Geräte so viel Wärme, dass sie im Volksmund auch als Heizung verspottet waren und einige Modellreihen sogar wegen der Brandgefahr nicht mehr repariert worden sind.

Hergestellt wurden sie in Sankt Petersburg. „Welt in Farbe“ steht auf einer Werbetafel für den Raduga 730 im TV-Geschäft in der Wagnergasse. Dieser sollte im Jahr 1981 3490 Mark kosten. Flankiert waren die großen Kisten von Schwarz-Weiß-Geräten, die für niedrigere Preise verkauft wurden.
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