Aus der Straßenlaterne wird eine Elektroladesäule: Mitten im Damenviertel kann ab sofort in Jena der erste öffentliche Laternenlader genutzt werden. Im vergangenen Jahr testeten die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck und der Kommunalservice Jena (KSJ) das Konzept des Laternenladens erstmals in der Löbstedter Straße im Rahmen eines Pilotprojekts. Nun folgte die Umsetzung im Stadtgebiet. 

Täglich

Der Newsletter für Jena

Alle wichtigen Informationen aus Jena, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der neue Ladepunkt an der Sophienstraße, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße, bietet eine Leistung von 3,7 Kilowatt und kann rund um die Uhr genutzt werden. Vor dem Ladepunkt steht ein großzügiger Stellplatz bereit, der auch für größere Fahrzeuge wie E-Transporter geeignet ist, heißt es in einer Mitteilung. Durch die geringe Ladeleistung entfalle eine zusätzliche Parkzeitregelung – so könnten die Fahrzeuge auch über Nacht angeschlossen bleiben. 

Damenviertel in Jena wurde bewusst für den Laternenlader gewählt

Das Damenviertel wurde von den Stadtwerken, KSJ und dem Fachdienst Mobilität der Stadt gezielt als Standort ausgewählt: Zum einen bestand hier eine hohe Nachfrage nach wohnortnahen Lademöglichkeiten, zum anderen sind die technischen Voraussetzungen an der Laterne in der Sophienstraße eine geeignete Basis für die Umsetzung, wird mitgeteilt.  

Weitere Nachrichten aus Jena

„Laternenladen ist Teil unserer Strategie für eine vielfältige, alltagstaugliche und zukunftssichere Ladeinfrastruktur. Es geht uns darum, Elektromobilität im Alltag einfacher zu machen – mit Lösungen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und ohne großen Aufwand in bestehende Strukturen einfügen“, sagt Dennis Beyermann, der Projektleiter bei den Stadtwerken. Matthias Weitsch, der Leiter Elektrotechnik beim KSJ, ergänzt: „Straßenlaternen prägen das Stadtbild und sind überall dort vorhanden, wo Menschen wohnen. Indem wir bestehende Straßenlaternen für Elektromobilität nutzen, schaffen wir eine platzsparende Lösung.“

Weitere Standorte werden gesucht

Der öffentliche Laternenlader in der Sophienstraße ist der erste seiner Art in einem Wohngebiet in Jena – und er soll nicht der letzte bleiben. Die Festlegung weiterer Standorte hänge von den räumlichen Gegebenheiten, den technischen Voraussetzungen an der jeweiligen Laterne und der Nachfrage vor Ort ab. Ziel der Partner sei es, die Ladeinfrastruktur kontinuierlich zu erweitern und insbesondere in innerstädtischen Quartieren praxistaugliche Lösungen zu schaffen.

Der Kommunalservice Jena betreibt rund 12.500 Straßenlaternen in der Stadt. Die Stadtwerke Energie haben seit 2011 verschiedene Ladelösungen in Jena erprobt und betreiben aktuell ein öffentliches Ladenetz mit mehr als 120 Ladepunkten.