Die Beschäftigten am Universitätsklinikum Jena (UKJ) beteiligen sich am Dienstag, 27. Januar, am bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen. Sie versammeln sich ab 6 Uhr vor dem Klinikum und ziehen ab 8 Uhr in einer Demonstration durch Lobeda-Ost und Lobeda-West, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi. Die Streikenden sammeln sich ab 6 Uhr vor dem Universitätsklinikum, gegen 8 Uhr startet der Demonstrationszug, so Verdi.

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„Die Arbeitgeber lassen am Verhandlungstisch jegliche Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten vermissen“, sagt Teresa Gärtner, zuständige Gewerkschaftssekretärin für das Universitätsklinikum Jena von Verdi. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder habe auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Angebot vorgelegt. „Die Arbeitgeber tragen deshalb die volle Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks“, so Gärtner.
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Mehr Geld für Beschäftigte am Universitätsklinikum Jena gefordert
„Die Beschäftigten in Universitätskliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sorgen unter schwierigen Bedingungen dafür, dass kranke Menschen rund um die Uhr gut versorgt werden. Das muss anerkannt werden – auch finanziell“, sagt Andreas Keitel, Krankenpfleger am Klinikum. Verdi fordert sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro, mehr Geld. Zudem sollen die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zum Beispiel nachts, um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro mehr sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung.
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„Die Bezahlung in den Ländern muss Anschluss halten an die Tarifentwicklung in anderen Bereichen. In den Universitätskliniken werden die schwierigsten Fälle behandelt, sie leisten Spitzenmedizin. Doch die Beschäftigten sollen weniger verdienen als in den kommunalen Krankenhäusern – das passt nicht zusammen“, sagt Andreas Keitel.
Auch die Debatte um die Arbeitszeitgerechtigkeit in Ost und West sei ein wichtiges Thema. Nach fast 36 Jahren Einheit sei es unverständlich für die Beschäftigten, dass an den Universitätskliniken im Osten anderthalb Stunden mehr die Woche gearbeitet wird.
Klinikbetrieb wird laut Verdi deutlich eingeschränkt sein
Die Beschäftigten des UKJ würden ihren Unmut mit einem Warnstreik und öffentlichen Protesten äußern. Der Klinikbetrieb werde an diesem Tag deutlich eingeschränkt sein, die Versorgung von Notfällen werde zu jeder Zeit gewährleistet. „Die Beschäftigten der Krankenhäuser streiken verantwortungsbewusst, niemand wird wegen des Warnstreiks zu Schaden kommen“, so Philipp Motzke-Bohn von Verdi. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt, heißt es.



















