Die neue Situation an den Tankstellen verlangt auch von der Kundschaft ein Umdenken: Man muss das Kassenpersonal nicht ausgerechnet kurz vor 12 Uhr mit komplizierten Kaffeebestellungen oder dem Wunsch nach einem individuell komponierten Brötchen aufhalten!

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Denn während an der Kasse noch Milch aufgeschäumt wird, steigt draußen der Puls. Andere Kunden schauen nervös auf die Uhr. Sie fürchten, nicht mehr rechtzeitig vor der staatlich regulierten 12-Uhr-Preiserhöhung tanken zu können.

150 Liter gerade noch rechtzeitig

So geschehen dieser Tage im Jenaer Norden. Ein Lkw-Fahrer stand bereits an der richtigen Säule – doch die Pistole war blockiert, denn die Kassiererin hatte sie noch nicht freigegeben. Am Ende kam der Fahrer gerade noch so zum Zuge, bevor der Preis umsprang. Er tankte 150 Liter Diesel – 10 Cent pro Liter weniger teuer.

Zum Wochenstart dann die nächste Erkenntnis: Um 12 Uhr passierte rein gar nichts. Die Preise blieben einfach hoch. Vielleicht stehen die Leute gerade deshalb so geduldig an der Kasse. Für einen Kaffee. Und ein bisschen Beruhigung.

Kurz vor 12 Uhr staut es sich in der Einfahrt einer Jenaer Tankstelle.
Kurz vor 12 Uhr staut es sich in der Einfahrt einer Jenaer Tankstelle.© Funkemedien | Thomas Beier