Was passiert im Gehirn, wenn Denksportler an ihre Grenzen stoßen? Das will ein Experiment an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena herausfinden. Von Samstag, 18. April, bis Donnerstag, 23. April, treten acht Spielerinnen und Spieler des asiatischen Brettspiels Go in zwölf Partien gegeneinander an – darunter Vertreter der europäischen Go-Elite.
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Psychologinnen und Psychologen der Uni Jena messen dabei live die Hirnaktivität der Teilnehmenden mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS), die Veränderungen im Blutfluss sichtbar macht. Ergänzend werden Herzrate und Muskeltonus erfasst. „Macht ein Spieler einen Fehler und ärgert sich darüber, dann sieht man das auch im Gehirn“, sagt Projektleiterin Ilona Croy. Erst wenn die Verärgerung abklingt, übernimmt das rationale Denk- und Planungszentrum wieder die Kontrolle.
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Initiiert hat das Experiment Bioinformatikerin Manja Marz selbst eine der weltbesten Go-Spielerinnen und frischgebackene Amateur-Weltmeisterin. Ein besonderes Augenmerk liegt auf geschlechtsspezifischen Unterschieden: Zeigen Männer und Frauen bei mentaler Höchstleistung unterschiedliche neuronale Muster? Die Studie ist Teil des Projekts „Gender in Focus“ der Uni Jena.
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Interessierte können die Partien live vor Ort verfolgen jeweils 9.30 bis 15 Uhr, Inselplatz 5, Raum 4012, oder per Livestream und kommentiert auf twitch.tv/europeangofederation. red







