Die Kriminalpolizei Jena setzte am Dienstag, 12. Mai, insgesamt 47 Durchsuchungsbeschlüsse bei 20 Tatverdächtigen in Jena, Kahla, Saalfeld und Gera um. Dies teilt die Polizei mit. Die jeweiligen Tatvorwürfe reichen von Landfriedensbruch, Nötigung im Straßenverkehr und Raub hin zu zahlreichen Sachbeschädigungen durch Graffiti mit Fußballbezug.

Die Tatverdächtigen stehen unter anderem im Verdacht, mehrere Züge besprüht zu haben. Dabei seien sie in zwei Fällen besonders rücksichtslos vorgegangen, heißt es seitens der Polizei. Um den Waggon besprühen zu können, seien die mit Fahrgästen besetzten Züge per Notbremse an der Weiterfahrt gehindert worden. Das Graffiti habe einen Bezug zur Fußballfanszene des FC Carl Zeiss Jena.

Durch die Straftaten seien der Rechtsfrieden und die öffentliche Sicherheit teilweise erheblich gestört worden, heißt es weiter. Insbesondere durch das rücksichtslose Betätigen der Notbremse im Zug sei eine Gefährdung Unbeteiligter zumindest billigend in Kauf genommen worden. Das Motiv sei im Umfeld rivalisierender Fußballfangruppierungen zu vermuten.