Die Friedrich-Schiller-Universität Jena will mit einem mobilen Wissenschaftsbus den Dialog zwischen Forschung und Bevölkerung im ländlichen Thüringen stärken, das teilt die Universität Jena mit. Gemeinsam mit der Ernst-Abbe-Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung startet die Universität das Projekt „MitmachFORUM on Tour“. Ab 2027 soll der Bus zunächst in Ostthüringen unterwegs sein. Für das auf drei Jahre angelegte Vorhaben stehen rund 476.000 Euro zur Verfügung.

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Der Bus dient als mobile Plattform für Workshops, Pop-up-Labore, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Dialogformate. Bürgerinnen und Bürger, Forschende und Studierende sollen dort gemeinsam an regionalen Themen wie Gesundheitsversorgung, Nachhaltigkeit oder Strukturwandel arbeiten und über Fragen des Zusammenlebens diskutieren.

Universität Jena bringt Wissenschaft mit Dialogtour in die Regionen

„Die Universität Jena versteht sich als Universität inmitten der Gesellschaft. Mit dem ‚MitmachFORUM on Tour‘ möchten wir mit den Thüringerinnen und Thüringern außerhalb der Zentren ins Gespräch kommen und Wissenschaft gemeinsam gestalten“, sagte Universitätspräsident Professor Andreas Marx.

Das „MitmachFORUM“ gibt es an der Universität Jena bereits seit 2025 als Format für den Austausch mit der Gesellschaft. Mit der Tour-Variante wird das Konzept nun räumlich und inhaltlich ausgeweitet. Initiiert haben das Projekt Dana Strauß, Leiterin der Stabsstelle Netzwerk- und Kooperationsmanagement, und Koordinator Marvin Rosé. „Wir machen diese Offenheit für alle erlebbar, indem wir den Hörsaal verlassen und direkt zu den Menschen kommen“, so Strauß.

Stiftungen stärken Wissenschaftskultur mit gemeinsamem Projekt

Auch die beteiligten Stiftungen sehen Potenzial in dem Ansatz. Christian Gerlitz, Geschäftsführer der Ernst-Abbe-Stiftung, betonte: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen wir eine resiliente, demokratische und weltoffene Wissenschaftskultur.“ Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung, verwies auf die über 100-jährige Geschichte seiner Stiftung in der Wissenschaftsvermittlung in Jena und Thüringen. Es brauche persönliche Begegnungen mit Forschenden und aktive Teilhabe, um Neugier und Interesse an Wissenschaft zu fördern. Beide Stiftungen finanzieren das Projekt gemeinschaftlich. Es läuft bis Ende 2028.