Nach dem letzten Thüringenderby der Saison zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt zieht die Bundespolizei eine gemischte Bilanz. Während die Anreise friedlich verlief, kam es auf der Rückfahrt zu erheblichen Sachbeschädigungen in einem Intercity.

Demonstration statt Stadionbesuch

Die Besonderheit dieses Derbys: Die Erfurter Fans verfolgten das Spiel nicht im Jenaer Stadion. Stattdessen reisten am Vormittag rund 730 Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt mit zwei Zügen nach Jena, um dort gegen die geringen Gästekartenkontingente zu demonstrieren. Die Bahnfahrten gen Jena verliefen laut Polizei „störungsfrei und friedlich“.

Vandalismus auf der Rückfahrt

Nach der Demonstration fuhren die Erfurter Fans zwischen 12.45 und 13.15 Uhr zurück – von der friedlichen Stimmung der Hinfahrt sei nichts mehr übrig gewesen, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Die Bundespolizei dokumentierte zahlreiche Sachbeschädigungen: Die Fassade eines Intercitys wurde mit zahlreichen Stickern beklebt, zudem beschädigten Fans mehrere Sitzpolster und Kopfstützen in zwei Waggons.

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In einer Zugtoilette wurde zudem ein Graffiti mit Vereinsbezug angebracht. Die Schäden waren so gravierend, dass der Zug, der eigentlich für eine Weiterfahrt vorgesehen war, aus dem Umlauf genommen werden musste, wie die Polizei erklärt. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Es werde wegen Sachbeschädigung gegen die mutmaßlich verantwortlichen Fans ermittelt.

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Auch mehr als 1000 Fans des Heimvereins waren mit der Bahn nach Jena angereist. Hier stellte die Bundespolizei keine Vorfälle fest. Die Rückreise der Jena-Anhänger verteilte sich über den Nachmittag und die Abendstunden.

Großaufgebot verhindert Zusammenstöße

Der verstärkten Bundespolizeiinspektion Erfurt gelang es nach eigenen Angaben, rivalisierende Fangruppen konsequent zu trennen und direkte Aufeinandertreffen zu verhindern. Dafür waren neben Teileinheiten der Bundesbereitschaftspolizei auch Hunde und Luftunterstützung im Einsatz.

So äußert sich die Jenaer Polizei zum Thüringenderby.