Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) hat der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH eine Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme im Feld „Geothermie Jena“ erteilt. Der Erlaubnis waren umfangreiche Beteiligungen von Fachbehörden, Landkreisen, Städten, Gemeinden und weiteren Trägern öffentlicher Belange vorausgegangen. So teilt es die Umweltbehörde in einer Pressemitteilung mit.

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Das rund 264 Quadratkilometer große Erlaubnisfeld erstreckt sich über eine rechteckige Fläche im Raum Jena. Die Eckpunkte liegen im Norden bei Apolda und Dorndorf-Steudnitz sowie im Süden bei Magersdorf und südlich von Milda. Ziel der Erlaubnis ist es, die geologischen Voraussetzungen für eine mögliche Nutzung von Tiefengeothermie in der Region zu untersuchen.
Wärme soll bis 2045 emissionslos bereitgestellt werden
„Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck arbeiten intensiv an der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung für die Stadt Jena. Dafür prüfen wir alle Möglichkeiten zur Nutzung vorhandener regenerativer Energiequellen“, begründet Geschäftsführer André Sack. Aktuell wird die Fernwärme für Jena zu 98 Prozent aus fossilem Erdgas erzeugt. Bis 2045 soll sich das ändern und die Wärme emissionslos bereitgestellt werden.
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Die Geologie im Raum Jena lasse die Verfügbarkeit von Wärme im tiefen Erdreich vermuten. Die nun erteilte Aufsuchungserlaubnis sei ein erster Schritt, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und in die weiteren Planungen einzusteigen. „Prämisse für all unser Handeln bleibt es, die Menschen zuverlässig und bezahlbar mit Wärme zu versorgen“, so Sack.
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Stadtwerke Jena-Pößneck erhalten Exklusivrecht
Die Erlaubnis sichert der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH zunächst lediglich das ausschließliche Recht, in dem festgelegten Gebiet nach geeigneten geothermischen Vorkommen zu suchen. Bevor konkrete Maßnahmen wie seismische Messungen oder Probebohrungen durchgeführt werden können, sind weitere Genehmigungen erforderlich. In diesen Verfahren werden betroffene Behörden, Kommunen und weitere Beteiligte erneut eingebunden.
Die Erlaubnis ist bis April 2031 befristet. Das Unternehmen muss dem TLUBN regelmäßig über den Stand der Untersuchungen berichten.








