Die Stadtspitze der Stadt Jena verurteilt den Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day in Berlin „aufs Schärfste“. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP), Bürgermeister Benjamin Koppe (CDU) sowie die Dezernentin und Dezernenten Kathleen Lützkendorf (Grüne), Johannes Schleußner (SPD) und Dirk Lange (parteilos) „treten geschlossen für Vielfalt, Menschenwürde und ein friedliches Zusammenleben ein“, heißt es in einer Mitteilung.

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Mehrere Menschen wurden am Samstagabend am Berliner Tiergarten mit einem Fahrzeug angefahren und weitere Personen mit Stichwaffen angegriffen. Eine Frau wurde getötet, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Tatablauf dauern an. Der mutmaßliche IS-Terrorist, der die Tat begangen haben soll, wurde von der Polizei erschossen.

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Bürgermeister Koppe: Jena steht an der Seite der queeren Community

Als Zeichen der Trauer um die Getötete, des Mitgefühls mit den Verletzten und der Solidarität mit der queeren Community setzt die Stadt Jena ihre Flaggen auf Halbmast, wird mitgeteilt. Zudem danke man den Einsatzkräften, Rettungsdiensten sowie allen Helferinnen und Helfern, die nach der Tat Verletzte versorgt und den Betroffenen beigestanden haben.

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„Dass Menschen im Umfeld eines Christopher Street Day Opfer einer solchen Gewalttat werden, erschüttert uns zutiefst. Unabhängig von dem noch abschließend zu klärenden Tatmotiv ist klar: Einschüchterung, Hass und Gewalt, gleich aus welchen extremistischen Motiven, auch aus religiös motiviertem Extremismus und insbesondere Islamismus, dürfen niemals darüber entscheiden, ob Menschen sichtbar, frei und selbstbestimmt leben können. Jena steht an der Seite der queeren Community. Wir werden nicht nachlassen, Vielfalt, Menschenwürde und das friedliche demokratische Miteinander zu schützen“, sagt Bürgermeister Benjamin Koppe.

4000 Menschen zogen beim CSD in Jena durch die Stadt

Jena stehe gemeinsam für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Der Anschlag in Berlin macht deutlich, wie wichtig es bleibt, jeder Form von Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt entschlossen entgegenzutreten und sich schützend vor diejenigen zu stellen, die Ziel von Ausgrenzung oder Bedrohung werden.

Wie breit diese Haltung in der Stadt getragen wird, habe der Christopher Street Day am 20. Juni gezeigt. Rund 4000 Menschen zogen friedlich durch die Jenaer Innenstadt und setzten sich für Vielfalt, Gleichberechtigung und Akzeptanz ein. Der CSD Jena war damit erneut der größte seiner Art in Thüringen.

red