Nebel über Jena-Ost, ein Erpel vor der Kulisse der Neugasse, Polarlichter an der Bockwindmühle in Krippendorf: Die Motive zeigen die Stadt und ihre Umgebung zu verschiedenen Jahreszeiten. Ab 16. Oktober lassen sich die 30 ausgewählten Bilder über eBay ersteigern. Zu sehen sind sie seit Montag in der Goethe-Galerie.

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Die Aktion knüpft an den inzwischen siebten OTZ-Benefizkalender mit Jena-Fotos von Tino Zippel an. Die Ausstellung begann 2020 im Corona-Jahr und konnte damals noch vor dem Lockdown stattfinden. Die Goethe-Galerie macht es möglich, die Bilder regelmäßig öffentlich zu präsentieren.

Beeindruckende Großformate kommen in Jena unter den Hammer

Für die Aufnahmen ist Tino Zippel, Fotograf und stellvertretender OTZ-Chefredakteur, das ganze Jahr unterwegs. Er behält den Wetterbericht im Blick und reagiert, wenn sich besondere Motive bieten. Was die Auktion einbringt, liegt bei den Bietern: „Wie viel das ist, das hängt von der Steigerungswilligkeit der Jenaer ab“, sagt Zippel. Die Formate reichen von 50 mal 70 Zentimetern über 100 mal 70 Zentimeter bis zu 180 mal 110 Zentimetern. Die vier Panorama-Motive sind drei Meter breit und 1,10 Meter hoch. Alle Bilder sind auf Alu-Verbundplatten gedruckt.

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Spenden tragen die Hospizarbeit in Jena

Der gesamte Auktionserlös kommt der Hospiz- und Palliativ-Stiftung Jena zugute. Das stationäre Hospiz wurde im Februar 2019 eröffnet. Es ist auf Spenden angewiesen: Unter Berücksichtigung des Anteils der Pflegeversicherung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen 95 Prozent der zuschussfähigen Kosten.

Ausstellung, OTZ‑Benefizkalender
Manche Fotografie entpuppt sich als Suchbild: Tino Zippel und Volker Gühne entdecken Details.© Funke Medien Thüringen | Thorsten Büker

Die übrigen fünf Prozent müssen aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Rund 150.000 Euro benötigt das Jenaer Hospiz im Jahr an Spenden. Volker Gühne, Vorstand Finanzen der Hospiz- und Palliativ-Stiftung Jena, ordnet den Beitrag der Versteigerung ein: Die Ausstellung habe in den vergangenen Jahren jeweils einen hohen vierstelligen Betrag erbracht. Das entspreche ungefähr fünf Prozent des jährlich benötigten Eigenanteils.

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Das Hospiz benötigt bürgerschaftliche Hilfe

Gühne würdigt die Mitarbeitenden, die den Gästen und ihren Angehörigen den Bedarf an Unterstützung erklären. Das geschehe „auf eine gute und zugewandte Art und Weise“. Es gehe dabei nicht darum, Geld einzufordern, sondern verständlich zu machen, warum das Hospiz bürgerschaftliche Hilfe benötigt.

Die Auktion trägt somit dazu bei, diesen Eigenanteil zu sichern. „Deswegen ist das eine tolle Sache, dass wir das hier schon so viele Jahre machen können“, sagt Gühne. Wer ein Motiv ersteigert, unterstützt damit die Arbeit für die Gäste des Hospizes und ihre Angehörigen.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober in der Goethe-Galerie zu sehen. Die Auktionen starten gestaffelt vom 16. bis zum 19. Oktober und enden zwischen dem 26. und 29. Oktober.